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Gäste sprechen über das Alleinsein

Leben gestalten Gäste sprechen über das Alleinsein

Das Alleinleben stellt Menschen vor besondere Herausforderungen. Mit diesem Thema und der Frage, wie sich das Leben im Vergleich zu früheren Zeiten verändert hat, haben sich am Mittwoch die Besucher des Gemeindenachmittags im Gieboldehäuser Regenbogenhaus befasst.

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Moderierierte Gemeindenachmittag im Regenbogenhaus in Gieboldehausen: Pastor Jens-Arne Edelmann.

Quelle: Thiele

Gieboldehausen. „Es gibt viele Lebensformen, in denen unser Leben gelingen kann“, sagte Pastor Jens-Arne Edelmann zum Auftakt und ergänzte: „Wir stehen immer vor der Aufgabe, unser Leben zu gestalten.“ Der Pastor verteilte Abzüge von historischen Aufnahmen, die Kinder beim Spielen und der Feldarbeit zeigen.

Die Motive weckten bei den Teilnehmern sofort Erinnerungen und es entwickelten sich intensive Gespräche über Veränderungen im Zusammenleben. So habe es früher viele Großfamilien und mehr Geschwister gegeben, die Menschen hätten häufiger zusammengesessen und geklönt, es sei mehr auf der Straße gespielt worden und Handys habe es nicht gegeben.

Im Vergleich zu zurückliegenden Zeiten würden die Kindern heutzutage oft eigene Wege gehen. „Sie nabeln sich ab und wollen auf eigenen Füßen stehen“, verdeutlichte Anneliese Weinrich. Paare hätten weniger Kinder, das „Einmachen“ sei dem Einkaufen gewichen, nannten andere Teilnehmer weitere Beispiele für Veränderungen. Geldsorgen seien geringer geworden, was daran liegen könne, dass die Menschen in früheren Zeiten bescheidener gelebt hätten.

Nach diesem Vergleich kamen Gäste des Gemeindenachmittags auf die Herausforderungen des Alleinseins zu sprechen. Dazu gehöre, den Tag zu strukturieren, alles selber zu entscheiden und die Bereitschaft, Vorgenommenes durchzuhalten. Und es gelte, selber zu erkennen, wofür man Kraft habe.

Hilfe geben könnten der Glaube und das Gebet. Die Familiengeschichte sei eine Kraftquelle, sagten Teilnehmer. Andere empfahlen, mit Kindern über das eigene Alter zu sprechen und die Waage zwischen Selbstmitleid und Verhärtung zu halten, um innerlich nicht zu kippen. Auch gelte es, sich einmal selbst zu verwöhnen und auf die Schulter zu klopfen.  „Ein bisschen Eitelkeit“ könne vor dem Verwahrlosen helfen.

Neben den Gesprächen gehörte auch Gesang zum Programm. Passend zum Wetter stimmten die Gäste „Leise rieselt der Schnee“ und „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ an.

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