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Gemeinschaftlich billiger als Privatwohnungen

Dezentrale Unterbringung 3000 Euro pro Person und Jahr teurer Gemeinschaftlich billiger als Privatwohnungen

Trotz der Millionenbeträge, die der Landkreis Göttingen für neue Flüchtlingsunterkünfte in Hann. Münden und Wollershausen aufbringen will, sei diese Art der Unterbringung immer noch deutlich günstiger als die Anmietung von Privatwohnungen. Darauf hat die neue stellvertretende Landrätin Brunhild Ralle (SPD) hingewiesen.

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Brunhild Ralle

Quelle: EF

Wollershausen. Gegenüber der Unterbringung in Einzelwohnungen seien Umbau und Bereitstellung solcher Gemeinschaftsunterkünfte „um etwa 3000 Euro pro Person und Jahr billiger“, erklärte Ralle auf der Kreistagssitzung am Mittwoch in Wollershausen. Angesichts zu erwartender Zuweisungen von 1500 Flüchtlingen im Landkreis und möglicherweise 4000 in der Stadt Göttingen müsse sich der Landkreis vom Ziel verabschieden, die Geflüchteten dezentral unterzubringen.

Niemand könne zudem mit Sicherheit sagen, ob diese Zahlen nicht noch höher ausfallen werden. Außerdem seien die Angebote leerer Wohnungen auf dem Markt mittlerweile praktisch leergefegt: „Da ist praktisch nichts mehr frei.“ Allerdings halte der Landkreis an dem Ziel fest, in den Gemeinschaftsunterkünften nicht mehr als 300 Personen, „nach Möglichkeit weniger“, unterzubringen.

Umbauen will der Landkreis das Wirtschafts- und das Tagungsgebäude am Schloss Wollershausen. Dafür soll die Sporthalle wieder frei werden, in der zurzeit Flüchtlinge leben. Im Schloss selbst sollen keine Flüchtlinge untergebracht werden. Insgesamt will der Landkreis für das Projekt in Wollershausen 1,6 Millionen Euro aufwenden, davon 350000 Euro für den Kauf von Schloss, Nebengebäuden.

Die Verwaltung rechnet zudem mit jährlichen Unterhaltskosten in Höhe von etwa 460000 Euro. Der Kauf des ehemaligen Vereinskrankenhauses Münden soll etwa 1,4 Millionen Euro kosten, einschließlich 300000 Euro für die Transfergesellschaft für ehemalige Krankenhausmitarbeiter. 83 Angestellten sei gekündigt worden, erklärte Eckard Fascher (Linke).

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