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Wurst ohne Ende bei Fleischer-Fachmesse

Gieboldehausen Wurst ohne Ende bei Fleischer-Fachmesse

Pokale und Urkunden in zwölf Kategorien sind am Sonntag beim ersten Mitteldeutschen Mettwurstpokal vergeben worden. Mit 50 Ausstellern, 120 Proben von 60 Betrieben aus vier Bundesländern und mehr als tausend Fachbesuchern aus Handwerk und Gastronomie war die Fleischer-Messe ein durchschlagender Erfolg.

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Schauen, riechen, schmecken: Die Jury-Mitglieder müssen 120 Wurstproben prüfen.

Quelle: Helge Schneemann

Gieboldehausen. Alle Wiesen rund um den Niedersachsenhof waren zugeparkt, der Saal um ein großes Messezelt erweitert. Was dort geboten wurde, war ein Alptraum für Veganer und ein Paradies für Feinschmecker. Nicht nur Wurst in allen Varianten gab es zum Probieren.Die Gäste wurden mit Spezialitäten von Serrano-Schinken mit Fenchel und Rosmarin bis Leberpastete verköstigt. Aussteller präsentierten Thermowesten fürs Kühlhaus und weitere Berufskleidung, Brüh-, Schlacht- und Betäubungsanlagen, Clipautomaten, Schinkenpressen, energieeffiziente Fleischereimaschinen mit Digitaltechnik und innovative Küchentechnik. Eine Kochschule aus Celle war ebenso vertreten wie eine Fabrik aus Winnenden, die für einschneidende Erlebnisse Barbecue-Messer mit duftenden Wurzelholzgriffen präsentierte.

Ausgerichtet wurde die Hausmesse von der Fleischer-Innung Südniedersachsen und der Genossenschaft Fleischer-Einkauf Hannover-Göttingen. Da die Mettwurst als Exportschlager und diplomatische Geheimwaffe im Eichsfeld gilt, waren es auch zwei Eichsfelder, die die Idee mit dem Mettwurstpokal hatten: Genosssenschaftsgeschäftsführer Ansgar Nachtwey und Innungsobermeister Jürgen Kerl. Die 16-köpfige Jury wurde paritätisch mit Fachleuten und Personen des öffentlichen Lebens besetzt - wie Sparkassenvorstand Uwe Hacke, der selbst aus einer Handwerksfamilie stammt. Auch Landvolk-Geschäftsführer Achim Hübner, der Veggie-Wurst mit Analogkäse verglich („Die Bezeichnung ist unverschämt“), prüfte als Jury-Mitglied die Proben auf Farbe und Aussehen, Konsistenz, Geruch und Geschmack, der mit doppelter Punktzahl gewertet wurde. Kategorien waren lufttrockene warm und kalt verarbeitete Mettwurst sowie geräucherte Mettwurst als Ring, Blase, dünne und dicke Stracke.

„Regionalität und Tierwohl treibt die Verbraucher um“, sagt der Gieboldehäuser Organisator Nachtwey: „Es gibt nichts authentischeres Regionales als den Dorfschlachter.“

Eichsfeld-Sonderpreis geht nach Reinholterode

Eng an der Spitze: Die Entscheidungen waren knapp, die Kategorien vielfältig. Der Sonderpreis „Eichsfeld grenzenlos“ wurde beim Mettwurstpokal an die Fleischerei Weber aus Reinholterode vergeben. Neben diversen Bronze-, Silber- und Goldurkunden gab es Pokale für die Fleischereien Lämmerhirt (Kassel), Koch (Calden), Kracht (Seeburg), Weber (Reinholterode), Köhler (Hofgeismar), Meier (Habichtswald), Börner-Eisenacher (Göttingen), Koithahn (Hattorf), Schumann (Hann. Münden) und Wieditz (Ringgau-Datterode).

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