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"Blitzer" in Brand gesetzt

Rollshausen "Blitzer" in Brand gesetzt

Ob es ein Raser war, der eine Strafe befürchtete? Die Polizei ist auf der Suche nach einem bisher unbekannten Täter, der das mobile Geschwindigkeitsmessgerät "PoliScan Speed" in der Nacht zu Sonntag zerstört hat. Er hatte zunächst die Scheibe eingeschlagen und den "Blitzer" dann in Brand gesetzt.

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Die Löscharbeiten in der Nacht.

Quelle: R

Rollshausen. Wie eine Sprecherin der Polizei Göttingen bestätigte, ereignete sich der Vorfall in den frühen Morgenstunden. Gegen 2.30 Uhr habe der bisher unbekannte Täter die Scheibe des an der Bundesstraße 247 bei Rollshausen positionierten Geschwindigkeitsmessgeräts eingeschlagen und das Gerät angezündet. Offenbar war Brandbeschleuniger im Spiel, vermutet die Polizei nach ersten Ermittlungen. Das Gerät habe Alarm ausgelöst, ein Zeuge zudem Rauch gemeldet, berichtete Landkreis-Pressesprecher Ulrich Lottmann.
Daraufhin rückte die Feuerwehr Gieboldehausen eigenen Angaben zufolge mit 20 Kräften und drei Fahrzeugen aus: "Zunächst musste der Blitzer geöffnet werden. Danach konnte der Brand mit einem C-Rohr gelöscht werden", erklärte ein Sprecher das Vorgehen. Nach dem Löschen hätten die Beamten die Ermittlungen aufgenommen, so die Polizei. Die Schadenshöhe könne derzeit noch nicht beziffert werden, da zunächst ein Sachverständiger eingeschaltet werden müsse. Inwieweit Kamera- oder Messtechnik in Mitleidenschaft gezogen wurden, soll ebenfalls noch geklärt werden. Das Gerät sei abtransportiert worden.

Die mobile Messanlage vom Typ "PoliScan Speed" war auf einem Anhänger, einem sogenannten "Enforcement Trailer" montiert gewesen, erklärte die Polizei. Der Landkreis Göttingen hatte das gemietete High-Tech-Messgerät seit der vergangenen Woche zur Unfallprävention im Einsatz. Zunächst hatte die Kreisverwaltung verstärkte Verkehrsüberwachungen im Bereich der Samtgemeinde Gieboldehausen angekündigt, weitere Gefahrenstellen außerhalb geschlossener Ortschaften sollten in den kommenden Wochen in der Samtgemeinde Radolfshausen, im Flecken Bovenden und im Bereich der Stadt Hann. Münden vorgenommen werden. Die Zusatz-Verkehrsüberwachung werde wohl unter den gegebenen Umständen nicht stattfinden, so Lottmann. Reguläre Kontrollen würden aber vorgenommen. Die Verleihfirma des Geräts habe Anzeige bei der Polizei gestellt
Aufgrund seiner ungewöhnlichen Ausstattung hatte das Gerät für Aufsehen und Nachfragen bei Behörden und Medien gesorgt. Auch hatten sich Autofahrer bereits eine Reihe von Spitznamen für das Gerät ausgedacht, von "Das Biest" über "Das Klo" bis "Abzockbox".
Die Polizei will im Laufe des Tages nähere Informationen veröffentlichen. Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 05527/98010 zu melden.

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