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Studenten motivieren Schüler zum Lernen

Gieboldehausen Studenten motivieren Schüler zum Lernen

Seit Mai haben Studenten der Göttinger Universität Schüler der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Gieboldehausen dabei geholfen, das Lernen zu lernen. Für eine Fortsetzung des Projektes "Lernstudio" im neuen Schuljahr werden weitere Studenten gesucht.

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Unterstützen Schüler: Mareike Meyer, Destina Yildiz, Jan Christoph Hammer und Schulsozialarbeiterin Gabriele Müller (v.l.).

Quelle: r

Gieboldehausen. Um individuelle Unterstützung und Motivation zum eigenverantwortlichen Lernen geht es beim Lernstudio. In das Verbundprojekt sind der Fachdienst Jugendberufshilfe des Landkreises und der Arbeitsbereich Pädagogische Sozialisationsförderung der Göttinger Uni eingebunden. "Studierende unterstützen und fördern sowohl sozial als auch fachlich die Schülerinen und Schüler der Schule in ihren Lernprozessen", sagt Arbeitsbereichsleiter Prof. Dr. Hermann Veith: "Daneben erhalten die Studierenden die Möglichkeit, Praxiserfahrung zu erwerben und können die Credits für ihr Studium anrechnen lassen."

Gestartet ist das Lernstudio, das vorhandene Schulangebote wie die Hausaufgabenbetreuung ergänzt, zunächst mit sechs Schülern der sechsten Hauptschulklasse und drei Studenten. Zweimal wöchentlich wurde das Lerncoaching umgesetzt. Grundlage dafür waren individuelle Förderpläne, abgestimmt mit dem Klassenlehrer. Auch Schulsozialarbeiterin Gabriele Müller begleitete das Lernstudio. Bei einem ersten Auswertungsgespräch, an dem auch KGS-Gymnasialzweigleiter Dirk Huttary teilnahm, hob sie das Engagement sowie das didaktische und methodische Handeln der Studierenden hervor. Die Schüler hätten sehr von dem Angebot profitiert.

Das gilt auch für die Studenten, die Erfahrungen für ihre künftige Berufsarbeit sammeln und sich grundlegende Fähigkeiten aneignen konnten. "Das Unterrichten an der Schule hat uns viel Freude bereitet", sagt Mareike Meyer. Das intensive Arbeiten in den Kleingruppen sei eine neue Erfahrung mit Vorteilen für beide Seiten gewesen. Im Fokus habe nicht allein das Erreichen von Klassenzielen gestanden, sondern das soziale Lernen und die Lernmotivation: "Das empfanden wir als eine wichtige Ergänzung zum täglichen Schulunterricht und als einen nennenswerten Baustein unserer praktischen Ausbildung."

Alle Partner möchten das Angebot im kommenden Schuljahr fortsetzen, meint Huttary: "Gelebte Inklusion erfordert eine strukturierte Förderkonzeption an der KGS Gieboldehausen." Auch Huttary bittet interessierte Studierende, sich an den Arbeitsbereich Pädagogische Sozialisationsforschung der Göttinger Universität zu wenden und das vom Landkreis geförderte Angebot aufzugreifen.

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