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Grüner Tunnel statt lauter Straße

Eichsfeldwanderweg Grüner Tunnel statt lauter Straße

Die Wanderwarte Jürgen Tegtmeier und Bernhard Elsler haben den Eichsfeldwanderweg in Rhumspringe umgeleitet. „Der Weg führt nicht mehr an der vielbefahrenen Hauptstraße entlang, sondern nunmehr am landschaftlich reizvollen ehemaligen Bahndamm zur Rhumequelle“, berichtet Tegtmeier.

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Mit der neuen Markierung leiten Bernhard Elsler (li.) und Jürgen Tegtmeier Wanderer auf die neue Streckenführung auf dem Bahndamm.

Quelle: Niklas Richter

Rhumspringe. Sahen Wanderer auf der betroffenen Strecke mit einer Länge von 0,5 Kilometern als „Sehenswürdigkeit“ nur die stillgelegte Rhumspringer Papierfabrik, so schweift ihr Blick nun durch einen „grünen Tunnel“. Minderten vorher vor allem vorbeifahrende Lkw den Erholungsfaktor, so steigert sich dieser enorm, da der Wanderer die Fahrzeuge nicht nicht mehr sieht und auch nur noch als entferntes Hintergrundgeräusch wahrnimmt.

15 bis 20 Punkte

„Damit konnten wir dieses Wegstück von der untersten Bewertungskategorie in die höchste versetzen“, sagt Tegtmeier, der Wanderwart der Samtgemeinde Gieboldehausen. Der Weg sei nun abwechslungsreich, böte eine natürliche Stille und verlaufe durch Waldgebiet. Von möglichen 20 Punkten, die der Deutsche Wanderverein bei Zertifizierungen für Wege vergibt, schätzt der 75-Jährige die neue Streckenführung auf 15 bis 20 Punkte. Der Eichsfeldwanderweg sei aber nicht zertifiziert, ergänzt der 82-jährige Elsler, der als Wanderwart für Duderstadt zuständig ist.

Es sei schwierig, lange Wwege, die sich über mehrere Etappen erstrecken, zertifizieren zu lassen. „Irgendwo kommen immer Stellen, die Minuspunkte bringen“, so Elsler. So müssten vor allem auf den letzten drei Etappen des Eichsfeldwanderweges zwischen Pfaffschwende, Lindewerra, Kirchgandern und Heiligenstadt einige Wegstrecken weit umgeleitet werden, um diesem Anspruch zu genügen.

263 Kilometer Gesamtlänge

„Das wäre mit einem großen Aufwand verbunden“, sagt Tegtmeier. Anders habe die Sache bei dem kurzen Teilstück in Rhumspringe ausgesehen. Zwar mussten Elsler und er auch hier die ehemaligen Markierungen an der früheren Strecke entfernen und die neue auszeichnen. „Aber in Rhumspringe war die Ausweichstrecke durch den Radweg auf dem Bahndamm bereits vorhanden.“

Alle zwölf Etappen des Eichsfeldwanderweges mit einer Gesamtlänge von 263 Kilometern erkundeten Elsler und Tegtmeier gemeinsam mit Wilfried Basdorf, Wanderwart des Fleckens Gieboldehausen, sowie dem ehemaligen Obereichsfelder Kreiswegewart Alexander Baum. „Dabei hatte ich einen Bauchladen umgebunden, auf dem ich Entfernungen, Höhe, Wegbeschaffenheit, Sehenswürdigkeiten und Aussichten notierte.“ Daraus entstand eine Broschüre, die der Heimat- und Verkehrsverband Eichsfeld (HVE) verteilt.

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