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Kritik am "Sattsein"

Grünkohlessen des CDU-Ortsverbands Bilshausen Kritik am "Sattsein"

Über die politische Lage Deutschlands und Europas hat Manfred Grund, CDU-Mitglied des Bundestags, beim traditionellen Grünkohlessen des CDU-Ortsverbands Bilshausen referiert. Im Restaurant „Zum Löwen“ sprach er über die Flüchtlingskrise, Angst vor Terror und Freihandel.

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Grünkohl (Symbolbild)

Quelle: dpa

Bilshausen. Wirtschaftlich gehe es Deutschland so gut wie nie zuvor und doch machten sich viele Menschen Sorgen um die Zukunft des Landes, so Grund. Digitalisierung, Attentate, Krisen und Kriege wie in Syrien oder der Ukraine verunsicherten.

„Das ist eine Gemengelage, in der die Sehnsucht nach markigen, einfachen Antworten stärker wird“, so Grund. Nationalismus und Rassismus treten vermehrt auf, sagte der Abgeordnete und nennt als Beispiel neben AfD und NPD den französischen Front National oder den neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Der wäre in Deutschland nicht an die Macht gekommen, so seine These. „Unser Wahlsystem begünstigt Koalitionen, zwingt zu Kompromissen“, sagte er. Von Deutschland kam Grund auf Europa: „Heute wird Europa nicht mehr bewundert, sondern belächelt.“ Als Beispiele nannte er die Euro-Krise, Flüchtlingspolitik, Brexit und CETA.

Dann kam Grund auf Gründe für die Krisen zu sprechen und nahm die Europäische Union in die Pflicht: Schon bei der Frage der Flüchtlingsverteilung habe sich Europa paralysiert gezeigt. „Europa, der Westen, wir sind angefragt von innen durch Populisten links und rechts und von außen durch Putin, Erdogan, das gegenwärtig chinesische Modell des Staatskapitalismus. Am meisten aber wohl durch unsere Lauheit, unser Sattsein“, so Grunds Fazit. Satt waren auch seine Zuhörer - wenn nicht von der Rede, dann doch vom Grünkohl.

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