Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Gülleausbringung durch Injektionen

Landwirtschaft Gülleausbringung durch Injektionen

In der Wasserschutzkooperation Südharz versuchen Wasserversorger mit Landwirten seit rund 20 Jahren auf freiwilliger Basis landwirtschaftliche Nutzung in Einklang mit Wasserschutz zu bringen. Aktuellstes Beispiel: eine Demonstration moderner Gülle-/Gärrestausbringung zwischen Hattorf und Elbingerode.

Voriger Artikel
Umweltmaßnahmen in der Landwirtschaft
Nächster Artikel
Siebenjähriger vermisst Geldbörse

Dünger wird in einer neuen Technik per Injektion ausgebracht.

Quelle: EF

Hattorf. Die Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt (IGLU) aus Göttingen hatte eine Maschinenvorführung organisiert, bei der auf einem Winterweizenschlag in Hattorf flüssiger Wirtschaftsdünger per Injektionstechnik in etwa drei Zentimeter tiefe Schlitze direkt in den Boden eingebracht wurde.

Dünger einsparen

„Die Vorteile gegenüber herkömmlicher Technik sind die Verringerung der Nährstoffverluste auf nahezu Null und das Wegfallen der Geruchsbelästigung“, erklärt Diplom-Geografin Anke Rüschel von der IGLU. Des Weiteren würden die Nährstoffe für die Kulturpflanzen direkt bereitgestellt, was die Möglichkeit zur Einsparung von mineralischem Dünger biete.

„Die Anwendung der Injektionstechnik in stehendem Getreide beurteilten die örtlichen Landwirten zunächst skeptisch, weil sie befürchteten, dass die schwere Technik im Frühjahr Schaden im Bestand anrichten könnte“, so Rüschel weiter. Die Demonstration habe aber das Gegenteil bewiesen. Auch der Getreidebestand sei durch die Schlitztechnik nicht übermäßig beeinträchtigt worden.

Die Kooperation Südharz, in der sich die Harz Energie, die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs GmbH, die Städtischen Betriebe Herzberg am Harz, die Samtgemeinde Hattorf am Harz, der WBV Wulften und die Stadtwerke Bad Lauterberg zusammenfanden, wird die Ausbringung von flüssigem Wirtschaftsdünger bei Ausbringung mit Injektionstechnik fördern.

Landwirte gefordert

Betriebe, die dazu eventuell Lohnunternehmen mit dieser Technik einsetzen erhalten 50 Euro pro Hektar Ausbringfläche erstattet. Die Harz Energie in Osterode organisiert, unterstützt von der IGLU, als Koordinator diesen „Vertragswasserschutz“ und zahlt den Ausgleich aus Mitteln des „Wassercents“ vom Land Niedersachsen. „Im nächsten Schritt sind die Landwirte aufgefordert zu prüfen, inwieweit die Injektionstechnik für flüssige Wirtschaftsdünger in ihren Betrieben eingesetzt werden kann“, so Rüschel. Ansprechpartner sei Lothar Kupsch unter Telefon 05 51 / 5 48 85 13.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016