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Perlen-Liebhaber unter sich

Jahrestreffen in Rhumspringe Perlen-Liebhaber unter sich

Zum sechsten Mal hat Heinrich Gutterwill aus Gieboldehausen das Heinkel-Perle-Jahrestreffen veranstaltet. Fans des Kultmopeds sind aus ganz Deutschland in Rhumspringe zusammengekommen. Auf dem Programm standen Ausfahrten und Besichtigungen.

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Teilnehmer des Heinkel-Perle-Jahrestreffens präsentieren ihre Maschinen in Rhumspringe.

Quelle: mze

Rhumspringe. Zum sechsten Mal hat Heinrich Gutterwill aus Gieboldehausen das Heinkel-Perle-Jahrestreffen veranstaltet. Fans des Kultmopeds sind aus ganz Deutschland in Rhumspringe zusammengekommen. Auf dem Programm standen Ausfahrten und Besichtigungen.

22 Liebhaber des Fabrikats aus den Ernst-Heinkel-Flugzeugwerken haben sich in dem kleinen Ort im Eichsfeld eingefunden. Anders als in den Jahren 2007, 2008, 2010, 2014 und 2016, als die Treffen in Gieboldehausen veranstaltet wurden, hat sich Gutterwill dieses Mal für das Hotel Calabria in Rhumspringe entschieden. Der Ort eigne sich besser für die Unterbringung der Teilnehmer, erklärt der Organisator. Diese sind zwar nicht alle auf, aber dafür mit ihren „Perlen“ angereist und präsentieren sie stolz beim Treffen.

Die Heinkel-Perle wurde zwischen 1955 und 1957 produziert, erzählt Gutterwill. Gerade einmal 27000 Stück der 1,5 PS starken Motorräder seien in Stuttgart hergestellt worden. Dass sie auch nach 60 Jahren noch gut laufen, stellen die Mitglieder des Heinkel-Clubs, die unter anderem aus Bremen, Frankfurt und Baden-Württemberg angereist sind, unter Beweis. So standen auf dem Programm des viertägigen Treffens Fahrten in den Harz und ins Obereichsfeld. Da die Kultur nicht zu kurz kommen soll, waren die Besichtigung der Grube Samson in Sankt Andreasberg sowie eine Stadtrundfahrt durch Worbis Teil der Planung. Am Sonnabend hatten die Teilnehmer sogar die Möglichkeit, nach dem Besuch eines Mopedmuseums in Worbis ihre Maschinen segnen zu lassen.

„Ich bin Wiederholungstäter“, antwortet Gutterwill auf die Frage, wie seine Liebe zur Perle entstanden sei. Im Alter von 16 Jahren sei er das Modell das erste Mal gefahren. Nachdem er den Führerschein hatte, habe er sich zunächst für andere Fahrzeuge interessiert. Erst um das Jahr 2000 herum sei Gutterwills Interesse an der Perle neu erwacht und habe ihn seitdem nicht mehr losgelassen, erzählt der gelernte KFZ-Mechaniker. Mittlerweile besitzt er vier Perlen, darunter nach eigenen Angaben die älteste noch erhaltene in Deutschland. Was ihn an den Maschinen so fasziniert? Das Material, die Form, das heulende Geräusch und natürlich die Nostalgie, sagt Gutterwill. Zwar sei es nicht immer einfach, Ersatzteile für das seit 60 Jahren nicht mehr produzierte Modell zu finden. „Aber dafür gibt es ja den Heinkel-Club.“ Dieser helfe seinen Mitgliedern bei der Suche nach Ersatzteilen und, fügt Sohn Florian Gutterwill hinzu, habe auch alte Werkzeuge, mit denen neue Ersatzteile hergestellt werden können.

Mit der Leidenschaft für die Heinkel-Perlen habe sich der Student bei seinem Vater angesteckt, erzählt er. Ihn fasziniere jedoch vor allem der technische Aspekt. Es sei interessant zu sehen, was zur damaligen Zeit schon alles möglich war, sagt Florian. So sei der Motor ausgesprochen kompakt, der Tank verstecke sich unter dem Sitz. Das sei eine sehr raffinierte Technik.

Von Maximilian Zech

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