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Erinnerungen geweckt

Klöncafé Erinnerungen geweckt

Viele Erinnerungen hat kürzlich das Klöncafé im Kaminzimmer des Gieboldehäusers Schlosses geweckt. Auf Einladung des Seniorenhelferkreises berichtete der frühere Schlossherr Hilmar von Minnigerode über persönliche Erlebnisse und Ereignisse im Flecken.

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Gieboldehausen. Überraschende Begegnungen mit einem früheren Bürgermeister waren ebenso Thema wie der Alltag und die Arbeit im Schloss und dessen Umgebung. Der 91-Jährige erinnerte vor mehr als 30 Zuhörern an ein Flurbereinigungsverfahren, bei der ein Landwirt seinen am Rotenberg gelegenen Acker partout nicht gegen einen nahe am Ort gelegenes Stück tauschen wollte. Grund: Am dortigen Waldesrand habe er immer gerne mit seinen Eltern Brotzeit gemacht.

Dies führte von Minningerode zu der Frage, ob ideelle Werte nicht sehr viel bedeutsamer seien als materielle. Jeder müsse dazu für sich selbst eine Antwort finden.

Der Gast betonte, dass ihm die Globalisierung, „die so einen großen Einfluss auf unser Leben hat“, absolut nicht gefalle. Dadurch würden viele Betriebe ins Ausland abwandern. „Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz oder haben Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren“, verdeutlichte er die Konsequenzen. Der ehemalige Schlossherr berichtete den Gästen des Klöncafés, dass er im Jahr 1943 als Pionier zum Militär eingezogen worden sei: „Der Krieg und die Grausamkeiten haben mich geprägt.“ Er betonte, dass er „kein besonderer Freund der Nato“ sei. „Wer bedroht uns denn?“

Von Minningerode kam auch auf Veränderungen bei der Bewirtschaftung von Flächen zu sprechen. „Wenn man früher nach Duderstadt gefahren ist, hat man mehr Tabakfelder als Getreidefelder gesehen.“ art

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