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Iranische Christen backen für die Gemeinde

Persischer Imbiss nach dem Gottesdienst Iranische Christen backen für die Gemeinde

Persische Spezialitäten ließen sich am Sonntagabend 50 Lutheraner in Wollershausen nach dem Gottesdienst schmecken. Den Imbiss hatten acht Flüchtlinge aus dem Iran ausgegeben, die zum Christentum konvertiert sind. Pastor Jens-Arne Edelmann tauft demnächst eine weitere Iranerin mit ihren zwei Kindern.

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Nach dem Gottesdienst gab es einen persichen Imbiss.

Quelle: SPF

Wollershausen. Mit Käse und Fleisch gefüllte Teigtaschen, hatte Maedeh Naseri (23) gemeinsam mit anderen Frauen zubereitet. Außerdem gab es süße, knusprige Rosinen-Kekse sowie ein Fettgebäck mit Rosenwasser. Maedeh hatte sich mit ihrem Mann Naser Naseri (32) auf der Flucht in Griechenland von einem persischen Pastor taufen lassen.

„Bereits in meiner Heimat, in der südiranischen Großstadt Ahwaz, interessierte ich mich für das Christentum“, erzählte Naser Naseri, ein studierter Informatiker, dem Tageblatt. Gefährlich sei das gewesen, da die Islamische Republik den Abfall vom Islam mit dem Tode bestrafe. Er sei über die Türkei und Griechenland geflohen. Seit sieben Monaten lebe er in Deutschland, seit vier Monaten in Wollershausen.

Im dortigen Flüchtlingsheim gibt es zwei weitere Ehepaare und einen Vater mit seinem Sohn, die das Christentum anspricht. Sie ließen sich im Juli von Pastor Edelmann taufen (Tageblatt berichtete). Bei der Feier im Anschluss wurde mit Sekt angestoßen. Ein Jeside, der mit Frau und Kindern ebenfalls im Flüchtlingsheim lebt, schlachte ein Schaf.

„Ich möchte mit meinen beiden Kindern auch zum Christentum übertreten“, kündigte nun Sohre Muhammedian (35) an. Seit drei Monaten lebe sie in Deutschland, während ihr Mann noch in Griechenland ausharren müsse. Bei vier Treffen, versprach Edelmann, werde er sie und die Kinder mit Unterstützung eines Dolmetschers auf die Taufe vorbereiten. Der Pastor ist begeistert von den „gebildeten, freundlichen Iranern“. Ihre Faszination für die Person Jesu inspiriere die Gemeinde, die 360 Mitglieder habe, sagt er.

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