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Jäger informieren mit Infomobil an Grundschule

Jägerschaft Duderstadt Jäger informieren mit Infomobil an Grundschule

48 Dritt- und Viertklässler der Grundschule Rhumspringe haben vor den Ferien eine ungewöhnliche Unterrichtsstunde erlebt. Helmut Nolte von der Jägerschaft Duderstadt zeigte Präparate von 57 wildlebenden Tieren im Eichsfeld und erläuterte ihnen deren Wesen und Treiben.

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Beeindruckt mit großem Wissen über die Tiere im Eichsfeld: Helmut Nolte von der Jägerschaft Duderstadt.

Quelle: Oliver Thiele

Rhumspringe. Nolte war mit dem Infomobil der Jägerschaft auf den Schulhof gekommen. Mit einem Frage- und Antwort-Spiel stellte der 80-Jährige den Mädchen und Jungen viele ausgestopfte Tiere vor. Ob Fuchs, Kuckuck, Kolkrabe, Marder, Waschbär oder andere Präparate: Nolte erklärte dem Nachwuchs, wie sich die Bewohner in der heimischen Natur verhalten.

Der erste Otter

Als erstes zeigte Nolte das Präparat des ersten Fischotters, der jemals im Eichsfeld gesichtet worden war. „Nur wenige Wochen, nachdem das Tier vor einigen Jahren an der Rhume entdeckt worden war, wurde der Otter auf der Bundesstraßenbrücke in Gieboldehausen überfahren“, berichtete der passionierte Waidmann.

Die Zuhörer erfuhren, warum der Kuckuck seine Eier in andere Singvogelnester legt, was es mit der Wendezehe des Fischadlers auf sich hat und warum es gefährlich ist, einen Frischling anzufassen. Mehrmals versuchte der Gast die Schüler mit Jäger-Latein auf die falsche Fährte zu locken. Doch nicht alle Schüler ließen sich ein Kaninchen für einen Hasen vormachen.

Bevor der Naturexperte die Präparate vorstellte, sprach er mit den Kindern über die Gefahr, die von einem kleinen, nur ein bis zwei Millimeter großen Tier ausgeht: der Zecke. „Ein Zeckenbiss kann unter Umständen sehr schädlich sein und sogar zum Tode führen“, sagte Nolte. Nach dem Entfernen mit einer Pinzette sei die Gefahr noch nicht vorüber.

So viele Tiere

„Wenn die Stelle nach einer Woche immer noch errötet, grünlich oder bläulich ist, dann seid ihr infiziert, dann müsst ihr sofort zum Arzt gehen“, riet er den Kindern. Auch von Fuchsbandwurmeiern gingen gesundheitliche Gefahren aus, machte der Jäger deutlich. Obst und Gemüse, egal ob sie aus dem eigenen Garten oder einem Geschäft stammten, sollten immer kalt abgewaschen werden, lautete sein Rat.

Bei den jungen Zuhörern kam die Mischung aus Wissensvermittlung und Tipps gut an. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Tiere im Eichsfeld gibt“, meinte der neunjährige Luis aus Rüdershausen. „Man lernt was dazu, wie man mit Zecken umgeht“, berichtete der ein Jahr ältere Eike, der ebenfalls aus Rüdershausen stammt. Besonders beeindruckt war er vom Fischotter und den Farben vieler Tiere.

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