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Großes Graffito sorgt für Gesprächsstoff

Jugendraum Krebeck Großes Graffito sorgt für Gesprächsstoff

2200 Stunden Eigenleistung haben Krebecker Jugendliche investiert, um den Jugendraum zu modernisieren. Den Abschluss der Arbeiten feierten sie am Sonnabend mit Besuchern aus allen Altersschichten, darunter auch eine große Gruppe aus dem kürzlich eröffneten Jugendraum Renshausen.

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Jannes Dittrich erklärt Inhalte des Graffito.

Quelle: Art

Krebeck. „Dass wir soviel Zeit hier reingesteckt haben, dass wir soviel hinbekommen haben, soviel geleistet haben und das nur mit Eigenleistung ist einfach richtig großartig und zeigt, wie aktiv unsere Jugend eigentlich ist“, sagte Jannes Dittrich von der Leitergruppe des Jugendraums unter kräftigem Beifall. Der 16-Jährige dankte allen Helfern und Unterstützern, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben und dem Gemeinderat Krebeck dafür, „dass wir die Wünsche, die wir hatten, auch verwirklichen konnten und es keine Komplikationen gab“.

Gemeinde nimmt Geld in die Hand

Jugendbeauftragter Stephan Hörschelmann erinnerte daran, dass die Gemeinde Krebeck „Gelder in die Hand genommen hat, damit bestimmte Projekte umgesetzt werden können“. Dazu zählten außer der Kindertagesstätte in Krebeck und dem Jugendraum Renshausen auch der Außen- und Innenbereich des Jugendraumes an der Krebecker Gartenstraße. „Diese Gelder sind außergewöhnlich gut angelegt, denn wir haben ein Tausendfaches wiederbekommen“. Er würdigte die „ehrenamtlichen Stunden“ und die Unterstützung von vielen Seiten.

Niklas Müller, der zur Leitergruppe des Jugendraums gehört, erläuterte den Gästen die einzelnen Arbeitsschritte. Er erwähnte das Abhängen der Decke, verwies auf verschiedene Dämmungsmaßnahmen und machte deutlich, dass Energiesparen ein wichtiger Aspekt für die Jugendlichen war. Die bisherigen Heizungsregler seien gegen elektronische ausgetauscht und die Beleuchtung auf LED umgestellt worden. Würden die Fenster geöffnet, „fahren die Heizungen automatisch runter“. Mit den installierten Kontakten hänge auch der Limiter zusammen, dessen Funktion Müller den Besuchern demonstrierte. Als ein Fenster geöffnet wurde, verringerte sich die Lautstärke der Musikanlage um 50 Dezibel.

Geräte mit Hauptschalter ausschalten

Mit dem neuen Hauptschalter könnten beim Verlassen des Raums alle Geräte bis auf den Getränkeautomaten, den Kühlschrank und die Notausgangsleuchten abgeschaltet werden, benannte Müller ein weiteres Beispiel, mit dem der Energiespargedanke umgesetzt werde. Für Gesprächsstoff sorgte das große Graffito, dass ein professioneller Künstler an die Wand gesprayt hatte.

„Es ist viel handwerkliches Fachwissen weitergegeben worden“, fasste Dittrich seine Erfahrungen zusammen. Am schwierigsten sei die Elektrik gewesen, ergänzte Ian Helmrich vom Leiterteam. Als „ziemliche Fummelarbeit“ habe sich das Installieren der LED-Bänder erwiesen. Eine Bilderpräsention auf einer Leinwand vermittelte den Besuchern viele Eindrücke vom Verlauf der Modernisierungsarbeiten. Sein Wunsch sei, so Dittrich, „dass das, wie es jetzt ist, lange erhalten bleibt und vielleicht auch mal meine Kinder hier Spaß haben“.

Von Axel Artmann

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