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Käufer für Jugendhaus gefunden

Schlussstrich nach 20 Jahren offener Jugendarbeit Käufer für Jugendhaus gefunden

Der Gemeinderat hat den Verkauf des Jugendhauses in der Fleckenstraße besiegelt. Die Politiker waren sich einig, das Gebäude wegen eines lohnenswerten Kaufangebotes noch vor Ablauf einer zweiten Ausschreibungsfrist zu veräußern.

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Das Jugendhaus in der Fleckenstraße.

Quelle: Pförtner

Gieboldehausen. Das Fachwerkhaus wurde Mitte der 1990er-Jahre mit öffentlichen Zuschüssen vom Flecken Gieboldehausen erworben und für die Jugendarbeit umgebaut. Generationen von Jugendlichen haben dort einen Anlaufpunkt gefunden. Immer wieder hat die offene Jugendarbeit für Diskussionen in den politischen Gremien gesorgt. Die Einrichtung wurde hinterfragt und verteidigt, der Treffpunkt zeitweise geschlossen, neue Anläufe unternommen und Renovierungsarbeiten durchgeführt - auch mit Hilfe von Jugendlichen.

Nach all dem für Jugendräume nicht ungewöhnlichen Auf und Ab war dann im vergangenen Jahr ein neuer Tiefpunkt erreicht. Bei einem Einbruch war Mobiliar entwendet worden, die Elektrik erneuerungsbedürftig, die Räume verwahrlost, die Juigendlichen blieben fern. Hinzu kam die angespannte Finanzlage der Gemeinde, die ein Sicherungskonzept für den Haushalt aufstellen musste. Ohne weitere Diskussion waren sich alle Ratsmitglieder einig, das Jugendhaus auf die Streichliste zu setzen. „Das Freizeitverhalten hat sich geändert, das Haus trotz aller Bemühungen leider keinen Zuspruch mehr gefunden, die Kosten nicht mehr zu rechtfertigen“, sagt Bürgermeisterin Maria Bock (CDU).

In einer ersten Ausschreibungsrunde gingen zwei Kaufangebote ein, die unter dem bilanziellen Buchwert des 929 Quadratmeter großen Grundstücks im Ortskern lagen. Da das nicht dem Beschluss entsprach und Nachverhandlungen ergebnislos verliefen, wurde vom Verkauf abgesehen, das nicht unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhaus in einem weiteren Anlauf auch auf Internetportalen zum Kauf angeboten. Eine seit mehr als einem Jahr in Gieboldehausen lebende Kaufinteressentin, die auch mit einem Objekt in der Nähe Duderstadts liebäugelte, bot dann einen Preis, der weit über anderen Angeboten lag. Um diese Chance zu nutzen, wurde jetzt der sofortige Verkauf vor Ablauf der erneuten Ausschreibungsfrist beschlossen. Alle anfallenden Kosten hat die Käuferin zu tragen.

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