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Kapelle wurde vor 160 Jahren eingeweiht

Messe auf derm Höherberg Kapelle wurde vor 160 Jahren eingeweiht

„Die Angst, dass wir zu kurz kommen, wenn wir mit anderen teilen, ist wahrscheinlich unser größtes Kreuz“, erklärte Pfarrer Matthias Kaminski am Sonntag während der Kleinen Höherberg-Wallfahrt. Einige 100 Katholiken haben dort bei wechselhaftem Wetter den 160. Jahrestag der Kirchweihe gefeiert.

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Messe auf dem Höherberg.

Quelle: Schneemann

Höherberg. Zu Beginn der Messe hatte die Sonne noch geschienen, doch während des Gottesdienstes kam Wind auf. Er ließ die rot-weißen Fahnen, die das Gelände schmückten, flattern. Kurz darauf setzte Regen ein. Die Christen, die auf mitgebrachten Klappstühlen vor dem Freialtar saßen, mussten ihre Schirme aufspannen. Gemeinsam gedachten sie der Weihe der Kapelle durch den damaligen Hildesheimer Bischof Eduard Jakob Wedekin im Juni 1856.

Geweiht hat der Geistliche das Gotteshaus auf der 242 Meter hohen Erhebung bei Wollbrandshausen den 14 Nothelfern. Die Heiligen werden bei einer breiten Palette von Anliegen angerufen. „Sie haben ihr Kreuz auf sich genommen“, erläuterte Kaminski. Diese biblische Formulierung sei in der katholischen Kirche oft falsch verstanden worden. Es gehe nicht darum, sich das Leben besonders schwer zu machen. Gemeint sei, dass ein Leben für andere immer Opfer an Geld und Zeit mit sich bringe. Nur das aber mache nach dem Zeugnis der Bibel reich, so der Pfarrer.

Nach dem Gottesdienst zogen die Christen in einer Prozession um die Kapelle herum. Vier Männer in Anzügen und mit weißer Fliege, darunter Werner Grobecker, der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, trugen den Baldachin. Unter ihm schritt der Pfarrer mit der Monstranz. In diesem Utensil befand sich eine geweihte Hostie, die nach katholischem Glauben Jesus Christus verkörpert. Auch die 15 Ministranten und die drei Lektoren gingen mit.

Zur Mittagszeit grillten die Katholiken. Sie hoffen, dass das Wetter zur Großen Höherberg-Wallfahrt am Sonntag, 7. Juli, besser wird.

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