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Keine Flüchtlingsunterkunft in Lindau

Keinen Bedarf für ehemaliges Max-Planck-Institut Keine Flüchtlingsunterkunft in Lindau

Eine in Erwägung gezogene Flüchtlingsunterkunft im Gebäudekomplex des ehemaligen Max-Planck-Institutes für Sonnensystemforschung (MPS) in Lindau ist für das Land Niedersachsen kein Thema mehr. Das hat Matthias Eichler, Pressesprecher des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport, bestätigt.

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Das ehemalige Max-Planck-Institut in Lindau.

Quelle: Archiv

Lindau. „Vor dem Hintergrund des erarbeiteten Unterbringungskonzeptes für Flüchtlinge, das auch möglicherweise wieder steigende Zugangszahlen berücksichtigt, hat das Land keinen Bedarf mehr an der Liegenschaft“, erklärte Eichler. Das Land hatte eine Unterbringung von bis zu 800 Flüchtlingen in dem Gebäudekomplex untersuchen lassen.

„Aufgrund der zurückgehenden Flüchtlingszahlen haben wir ein neues Kapazitätskonzept erarbeitet“, erläuterte Bernd-Michael Lemmel, im Innenministerium zuständig für den Aufbau von Flüchtlingserstaufnahmeeinrichtungen. Das Land habe in den vergangenen Monaten mögliche Standorte überprüft. Den Entscheidungsprozess beeinflussen unter anderem die Kosten, den der Umbau eines Standorts verursache.

"Wir stehen natürlich in der Pflicht, die Wirtschaftlichkeit zu prüfen“, so Lemmel weiter. Dazu würden unter anderem verschiedene Liegenschaften verglichen und die einzelnen Punkte gegenein­ander abgewogen. Am Ende hätten die sinkenden Flüchtlingszahlen und auch die wirtschaftlichen Gründe zu der Entscheidung geführt, dass der Kauf und Umbau der Liegenschaft in Lindau für das Land Niedersachsen nicht in Frage komme.

Katlenburg-Lindaus Bürgermeister Uwe Ahrens (parteilos) begrüßt, „dass durch die Entscheidung viele Ängste und Befürchtungen hinfällig sind“. Die große Informationsveranstaltung habe schließlich einige Vorbehalte seitens der Bevölkerung aufgedeckt. „Diese Sorgen und Nöte sind nun obsolet.“ Nun stelle sich aber die Frage einer künftigen Nutzung des Gebäudekomplexes. „Eine Nachnutzung wäre mir wichtig“, so der Bürgermeister. „Es wäre wünschenswert, wenn nach dem Wegfall von 300 Arbeitsplätzen neue entstehen könnten“, hofft er auf andere Institutionen oder Firmen.

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