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Kinder pflanzen 30 neue Bäume

Sturmschäden Kinder pflanzen 30 neue Bäume

Die Waldrundfahrt der Realgemeinde Krebeck stößt seit vielen Jahren auf großes Interesse. Bei leichtem Regen hat der Vorsitzende Josef Sorhage mehr als 30 Personen begrüßt, die sich für die Waldwirtschaft in Krebeck interessieren. Im Mittelpunkt stand eine Baumpflanzaktion der teilnehmenden Kinder.

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Mit beschrifteten Steinen kennzeichnen die Kinder die von ihnen gepflanzten Bäume im Krebecker Wald.

Quelle: r

Krebeck. Die Rundfahrer pflanzten auf einem durch den Orkan stark ausgelichteten Platz in der Struth 30 Bäume der Hauptbaumarten im Krebe­cker Wald wie Fichte, Kiefer, Lärche, Eiche und Buche. Sorhage betonte die langfristige und nachhaltige Arbeit in der Forstwirtschaft: „Dazu gehört, nur so viel Holz zu ernten, wie nachwächst und so zu wirtschaften dass die nächsten Generationen genauso viel vom Wald haben wie wir.“ Deshalb müssten zum Beispiel Klimaveränderungen bei der Pflanzenauswahl berücksichtigen werden.

Alle zehn Jahre werde in einem Plan festgelegt, wann und in welchem Gebiet was gemacht werden soll. „Darin enthalten sind unter anderem Pflegearbeiten wie Schutz gegen Verbiss und Freistellen der Bäume sowie Durchforstung“, sagte Sorhage. Der Plan werde von den Landesforsten in Zusammenarbeit mit dem Revierförster und dem Vorstand der Realgemeinde erstellt. „Der aktuelle Betriebsplan aus 2013 gilt für die Zeit von 2014 bis 2024“, so Sorhage.

Doppelte Menge des normalen Einschlags geerntet

Ein Orkan am 24. Juni schädigte den Wald nach Sorhages Erklärung ziemlich stark. „Wir hatten umgefallene und gebrochene Bäume in allen Abteilungen“, so der Vorsitzende. „Besonders betroffen waren die Struth, der Lauseberg, der große Hainberg und die Bäume am Westerberg sowie an der Straße nach Bodensee.“ Allein an Fichtenholz habe die Realgemeinde schon mehr als 1450 Festmeter geerntet, an Laubholz kämen nochmals mindestens 150 Festmeter dazu. „Der normale mittlere Einschlag beträgt 870 Festmeter“, nennt Sorhage eine Vergleichszahl. „Wir mussten somit die doppelte Menge des normalen Einschlags ernten.“

Bei der Brennholz Aufarbeitung gelte es nach Sorhages Aussage die Anforderungen durch die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) und aus der Zertifizierung PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) unbedingt einzuhalten. Eine wichtige Infoveranstaltung für Brennholzwerber findet am Freitag, 25. November, um 19.30 Uhr im Gasthaus Rudolph in Krebeck statt. Hierzu erwartet der Vorstand alle Brennholzwerber damit alle Fragen und Unklarheiten geklärt werden können. „Bei Nichteinhaltung der Vorgaben werden die Brennholzwerber des Waldes verwiesen“, erklärt Sorhage.rf

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