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Grundschüler schätzen das Dorfleben

Kinder- und Jugendbefragung Grundschüler schätzen das Dorfleben

„Ich finde Dorfleben besser als Stadtleben.“ Diesen Satz würde die große Mehrheit der Zweit- bis Viertklässler, die an einer Online-Befragung zum Freizeitverhalten und zur Teilhabe in der Samtgemeinde Gieboldehausen teilgenommen haben, unterstreichen.

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In einer zweiten Fragerunde werden Jugendliche zu ihrem Freizeitverhalten befragt.

Quelle: HAZ

Gieboldehausen. Rückmeldungen hat Katja Neumann, die die Umfrage durchführt, von 131 der derzeit 499 Grundschüler bekommen, kein Feedback kam von der Schule in Bilshausen. Dennoch hält sie das Ergebnis für repräsentativ. 98 Prozent der beteiligten Grundschüler leben gerne in der Samtgemeinde, fühlen sich in familiären und dörflichen Strukturen geborgen und eingebunden. Freunde, Familie, Dorfgemeinschaft werden ebenso geschätzt wie Garten, Natur, Sport- und Spielplätze. Das sind nach der Wohnung von Freunden, Schwimmbad oder Kino auch die beliebtesten Aufenthaltsorte.

Die Abhängigkeit von Angeboten im Wohnort ist groß. 80 Prozent der Jungen und 70 Prozent der Mädchen sind in Sportvereinen aktiv, ein Drittel nutzt die Ferienbetreuung. Als weitere Freizeitaktivitäten werden Feuerwehr, Musikschule, Pfadfinder, Karnevalsverein, Kirchengruppen, DLRG und Spielmannszug genannt. Bereits stark ausgeprägt ist aber auch der Medienkonsum, bei den Jungen stärker als bei den Mädchen. Rund 43 Prozent der Jungen haben einen eigenen Fernseher, 63,3 Prozent ein Handy, 36,7 Prozent Laptop oder Computer, 51,7 Prozent Spielekonsolen. Die meisten Zweit- bis Viertklässler nutzen die Geräte an einem normalen Schultag bis zu zwei Stunden lang, einige aber auch fünf Stunden und mehr.

Gefragt wurden die Schüler auch, was sie als Bürgermeister für Grundschulkinder verändern würden. Die Antwortliste ist lang, reicht von mehr Spielgeräten über Rollos für Klassenzimmer bis zu einem Aufpasser für den Schlosspark, den die „Großen“ für sich in Beschlag nehmen. Viele Wünsche der Kinder für Schulgestaltung und Ferienbetreuung würden eine Handhabe für Optimierungsmöglichkeiten bieten, sagt Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU). So erfreut sie über den hohen Wohlfühlfaktor in der Samtgemeinde ist, so entsetzt ist sie über Auswüchse des Medienkonsums mit Heimisolation.

„Die Grundschüler wissen gut Bescheid über ihre Dörfer, haben aber Hemmschwellen, auf Verantwortliche zuzugehen“, konstatiert Neumann. Ihre Beteiligung an Gestaltungsprozessen müsse Spaß machen und kurzfristig möglich sein. Nach den Grundschülern werden zurzeit die Jugendlichen aus der Samtgemeinde an der Kooperativen Gesamtschule und anderen weiterführenden Schulen befragt. Das Ergebnis soll nach den Herbstferien ausgewertet werden. Und wird voraussichtlich ganz anders aussehen als bei den Grundschülern.

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