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„Kirche-Sein“ als Basis für Zukunftsgestaltung

Bilshausen „Kirche-Sein“ als Basis für Zukunftsgestaltung

Ein kirchliches Leben, das die Traditionen und Stärken einer Gemeinde mit Unterstützung eines übergeordneten Pfarrteams pflegt, will das Bistum Hildesheim etablieren. Um die Besonderheiten vor Ort kennenzulernen, hat sich der Leiter der Hauptabteilung Pastoral über das Kirchenleben in Bilshausen informiert.

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Quelle: GT

Bilshausen. Leere Kirchenbänke, abnehmende Ehrenamtlichenzahlen, Überalterung der Aktiven: Die Probleme ähneln sich in vielen Pfarreien, so auch in der Pfarrgemeinde St. Kosmas und Damian Bilshausen. Zugleich hat jede Gemeinde Bereiche, in denen es gut läuft und in die zu investieren lohnt: Hier eine aktive Messdienergruppe, dort eine wachsende Schola, andernorts eine funktionierende Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort, wird im Gespräch mit Hennecke deutlich.

Alle Gemeinden im Bistum befinden sich - durch die Veränderungen in der Gesellschaft und innerhalb der Kirche - in einem Umbruchsprozess. Um sie dabei zu begleiten, reist der Leiter der Hauptabteilung Pastoral im Generalvikariat des Bistums Hildesheim, Christian Hennecke, derzeit durch alle 119 Pfarreien im Bistum Hildesheim. Sein Ansinnen ist es dabei, die Stärken und Schwächen, Herausforderungen und Sorgen in den Kirchorten kennenzulernen und Mut zu machen, sich der Veränderung zu stellen.

In Bilshausen beschäftigte sich Hennecke gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Gabriele Viezenz mit den Kirchorten Krebeck, Lindau, Bilshausen und Renshausen. Die rund 50 Vertreter der gemeinsamen Pfarrei äußerten unter anderem die Sorge, dass durch die Reduzierung der hauptamtlichen Stellen - gerade war die Gemeindereferentin verabschiedet worden - noch mehr Arbeit auf die Ehrenamtlichen zukomme, die ohnehin immer älter und weniger würden. „70 ist das neue 40, könnte man sagen“, scherzte Hennecke, um deutlich zu machen, dass ihm das Problem bewusst sei. Anders als in früheren Jahrzehnten sei es eben nicht mehr selbstverständlich, sich in der Kirche zu engagieren: „Niemand glaubt mehr, weil eben alle glauben.“ Den Umstand der freiwilligen Entscheidung könne eine Gemeinde aber auch nutzen: Wenn in einigen Jahren vielleicht nur noch zwei Pfarrer, zwei Pastoren und einige Mitarbeiter von der Kirche beschäftigt würden, gebe es einen festen Stamm an Menschen, die für sich beschlossen hätten, die Zukunft der Kirche zu gestalten. Sie bildeten dann die Grundlage für das „Kirche-Sein“. ne

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