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Kochkurs für jugendliche Flüchtlinge

Ehrenamtliche unterstützen Neubürger Kochkurs für jugendliche Flüchtlinge

Wie funktioniert ein Herd? Wie bereitet man Möhren in Öl oder Kohl, wie Kartoffel-, Reis- oder Nudelgerichte zu? Was hat es mit der deutschen Mülltrennung auf sich? Solche Kenntnisse vermittelt Berufsschullehrer Andreas Schröder 20 minderjährigen Flüchtlingen, die seit Ende Februar in Rhumspringe leben.

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Quelle: dpa

Rhumspringe. Mittags essen die 16- bis 18-jährigen Afghanen und Syrer in den Berufsbildenden Schulen in Duderstadt, wo sie eine sogenannte Sprint-Klasse (Sprache und Integration) besuchen. „Abends und am Wochenende müssen sie sich selbst verpflegen“, sagt Schröder. Die ersten beiden Treffen des Kochkurses fanden im Rhumspringer Pfarrheim statt.

Bei der Integration unterstützen

Nach Ostern will Schröder den Kurs an der BBS weiterführen. Der Lehrer gehört zu dem zehnköpfigen Team von Ehrenamtlichen um Rentner Berthold Jacobi, die die jungen Menschen bei der Integration in die Ortsgemeinschaft unterstützen.

Neben dem Kochen bieten die Helfer mit Unterstützung örtlicher Vereine den Jugendlichen die Möglichkeit, Sport zu treiben. Die Afghanen und Syrer sind bereits mit Sportsachen und Turnschuhen ausgestattet worden. Sechs Flüchtlinge spielen Fußball, andere Tischtennis oder Volleyball. Auf der Liste der Angebote stehen auch Fitness und Schwimmen sowie Boxen, Ringen und Karate. Außerdem können sie in Duderstadt Schach spielen, ein Tasteninstrument oder Gitarre lernen.

„Die jungen Menschen sind wahnsinnig dankbar“, berichtet Jacobi. Die Heranwachsenden wollten sich nicht mehr an den Krieg in der Heimat oder die Flucht erinnern, sondern sich in Deutschland ein neues Leben aufbauen. „Sie sind sehr wissbegierig“, beobachtet Lehrer Schröder. Zwei, drei könnten bereits passabel Deutsch. Sie würden nun für die anderen übersetzen.

Weitere Neuzugänge

„Die Flüchtlinge werden mindestens drei Jahre in Rhumspringe bleiben“, sagt Jacobi. In dieser Zeit würden sie auf eine Ausbildung oder den Besuch einer weiterführenden Schule vorbereitet. Demnächst würden noch weitere vier junge Migranten dazukommen. Neben den Ehrenamtlichen kümmern sich mehrere Betreuer der Jugendhilfe Süd-Niedersachsen rund um die Uhr um die jungen Menschen.

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