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Turbulentes Theater

Kolpingsfamilie Bilshausen Turbulentes Theater

Die Bühne im Gasthaus Zum Löwen in Bilshausen wird in eine Junggesellenwohnung verwandelt: Die Theatergruppe der örtlichen Kolpingsfamilie will dort ab Donnerstag, 2. November, an vier Abenden den turbulenten Drei-Akter „Immer wieder nachts um vier“ aufführen.

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Die Bilshäuser Theatergruppe probt im Pfarrheim.

Quelle: Niklas Richter

Bilshausen. Die Bühne im Gasthaus Zum Löwen in Bilshausen wird in eine Junggesellenwohnung verwandelt. Die Theatergruppe der örtlichen Kolpingsfamilie will dort ab Donnerstag, 2. November, an vier Abenden den turbulenten Dreiakter „Immer wieder nachts um vier“ aufführen.

„Die Stück beinhaltet sehr viel Wortwitz, feine Ironie und Vieles, was zwischen den Zeilen gelesen wird“, sagt Spielleiter Karl-Friedrich Kreis. Es sei kein „angestaubtes Bauerntheater“, sondern modernes Boulevardtheater. Die Handlung beinhalte „nichts Hergeholtes“, das Geschehen könne sich „überall so in dieser Form ereignen“, macht Kreis neugierig auf die Aufführungen.

Immer wieder gebe es Gerüchte und Spekulationen. Eine der sieben Rollen sei nach Rücksprache mit Verlag und Autor sprachlich verändert worden, da der Originaltext für die Rolle in Kölsch geschrieben war. „Wir haben keinen Spieler, der das sprechen kann, und für das Publikum wäre es schwer zu verstehen gewesen“, begründet der Spielleiter die Veränderung.

Tohuwabohu in der Junggesellenwohnung

Eine wichtige Rolle in dem Stück der Autoren Rolf Sperling und Stefan Bermüller spielt Thomas. Der fragt sich, wozu man Feinde brauche, wenn man Freunde habe, die häufig die eigene Wohnung besuchen. Er hört nachts Frank und Susanne streiten und weiß genau, was als nächstes passieren wird: Es klingelt an der Tür, und Frank bittet um Asyl. Kurz darauf klingelt außerdem Susanne, die wirklich „diesmal total verzweifelt“ ist und ebenfalls bei Thomas schlafen will. Frank wird kurzerhand versteckt, denn der hat Thomas Schweigen über seinen Aufenthalt abverlangt. Und am nächsten Morgen kommt noch mehr Besuch. Ein turbulentes Geschehen nimmt seinen Lauf.

„Wir haben das Stück in diesem Sommer gemeinsam ausgesucht, die Proben begannen Mitte August“, berichtet Kreis, Die Mitglieder der Gruppe würden sich seitdem zwei Mal in der Woche im katholischen Pfarrheim treffen.

Den Beteiligten machen die Vorbereitungen für die Aufführungen sichtlich Freude. „Man ist mal was ganz anderes hier, nicht das, was man eigentlich ist“, erzählt Sebastian Kreis, was für ihn den Reiz des Mitspielens ausmache. „Ein bisschen Unsicherheit ist noch da, dass man nicht das Richtige zum richtigen Zeitpunkt sagt, aber man wächst da hinein“, sagt Sandra Maaß, die zum ersten Mal in einem Stück der Theatergruppe mitwirkt. Für Silvia Nitsche ist diese Verwechslungskomödie dadurch gekennzeichnet, „dass jeder denkt, dass etwas passiert ist, aber tatsächlich ist nichts passiert“.

Tobias Bürmann gefällt dieses Stück, weil es abweiche vom klassischen Schema eines Laienschauspiels und „gleich zu Beginn Verwirrung gestiftet wird“. Souffleuse Steffi Schwedhelm stellt das Stück vor eine besondere Herausforderung, denn es gehe Schlag auf Schlag. „Man muss immer schnell hinterherkommen und voll konzentriert sein“ betont Schwedhelm.

Gruppe freut sich über große Kartennachfrage

Interesse an den Vorführungen gibt es über Bilshausen hinaus. „Ich bin am vergangenen Sonnabend beim Blumenholen in Gillersheim auf das Stück angesprochen worden, die Leute warten drauf“, berichtet Mitspielerin Theres Woop. Dies spiegele auch der Kartenvorverkauf wieder, der „sehr gut angelaufen“ sei, wie Spielleiter Kreis sagt.

Erhältlich sind die Vorverkaufs-Karten an allen Werktagen im Edeka-Markt C.W. Dietrich, Ritterstraße 3 in Bilshausen, Telefon 05528/1265. Vorstellungen gibt es von Donnerstag, 2., bis Sonntag, 5. November. Beginn ist an allen Abenden jeweils um 20 Uhr. Die Abendkasse ist ab 18.30 Uhr geöffnet.

Von Axel Artmann

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