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Stromtrasse oder Straßenbau?

Suedlink-Trasse im Eichsfeld Stromtrasse oder Straßenbau?

Kritik am Stromnetzbetreiber Tennet übt Obernfelds Bürgermeister Karl-Bernd Wüstefeld (CDU). Das Unternehmen  habe bei der Entscheidung für den östlichen Korridor  der  Suedlink-Stromtrasse durch das Eichsfeld die geplante Verlegung der Bundesstraße 247 nicht berücksichtigt.

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Obernfeld/Mingerode. . Bereits vor Festlegung der Vorzugstrasse für das Erdkabel hatten sowohl die Gemeinde Obernfeld als auch die Stadt Duderstadt mehrere kritische Punkte aufgelistet, dabei auch auf eine Überschneidung mit den Ortsumgehungsplänen für Obernfeld und Mingerode westlich der Ortslage im Bereich der ehemaligen Bahnstrecke hingewiesen.

In der Tennet-Antwort auf die umfangreichen Stellungnahmen wurde auf Hinweise vom Überschwemmungsgebiet der Hahle bis zu querenden Abwasserleitungen und Biotopen eingegangen, nicht aber auf den Straßenbau. Für Suedlink gelte grundsätzlich, alle verfestigten Planungen Dritter zu prüfen, heißt es dort: „Projekte, die nicht planfestgestellt sind (wie hier das Projekt B 247) können derzeit noch nicht berücksichtigt werden.“

Das ist Wüstefeld sauer aufgestoßen. Nicht das Ergebnis des Vorschlagkorridors mache ihn betroffen, aber die „Leichtigkeit“, mit der Tennet mit Eingaben umgehe. Die zuständigen Behörden und auch die Politik versichere immer wieder, dass die Ortsumgehung Obernfeld-Worbis nur in Gänze sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar sei. Das unterstreiche auch die Einstufung in den „vordringlichen Bedarf“ im aktuellen Bundesverkehrswegeplan. Auch wenn die Feststellung von Tennet rechtlich nicht zu beanstanden sei, sei sie für Kommunen und Bürger nicht nachvollziehbar.

Südlink-Trasse

Der aktuelle Vorschlag
der Netzbetreiber:
Die dunkelblaue
Linie zeigt
den Verlauf der
Südlink-Trasse.
Hellblau sind die
alternativen Planungen.

Quelle: Tennet

„Die Umgehungsstraße ist für unsere Ortschaft seit Jahren das wichtigste Thema“, sagt Wüstefeld mit Blick auf die Lärmbelästigung und die Verkehrssicherheit in der Ortsdurchfahrt: „In der Nichtberücksichtigung dieser Umgehung sehen wir die große Gefahr einer konkurrierenden Planfeststellung oder gar Verhinderung der Umgehungsstraße.“ Wüstefeld moniert auch, dass das Verfahren für das „Wasserschutz- und Trinkwassergewinnungsgebiet südlich von Obernfeld“ von Tennet ebenfalls nicht berücksichtigt werde.

Die Tiefenbrunnen dort würden einen Großteil der Wasserversorgung für die  Region liefern, auch ohne Feststellung der Rechtskraft schon jetzt einschneidende Auflagen für die Bürger und landwirtschaftlichen Betriebe gelten. Auch hier sei nicht nachvollziehbar, dass Tennet die Nichtberücksichtigung mit der noch nicht festgestellten Rechtskraft begründe.

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