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Nur drei Anmeldungen für Grundschule

Krebeck-Bodensee Nur drei Anmeldungen für Grundschule

Nur drei Erstklässler sind für das kommende Schuljahr an der Grundschule Krebeck-Bodensee angemeldet worden. Ihre Beschulung wäre nur in einer Kombinationsklasse möglich. Die Samtgemeinde als Schulträger muss kurzfristig eine Lösung finden.

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Krebeck/Bodensee. Über die auf zwei Standorte verteilte kleine Schule ist in jüngerer Vergangenheit immer wieder einmal diskutiert worden – ob es um die Elternbefragung zur Zukunft der Grundschulen oder Investitionen im Zuge der Inklusion ging. „Wir rütteln an keinem Standort“, hatte noch vor zwei Jahren Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) versichert, aber auch betont, dass die weitere Entwicklung vom künftigen Anmeldeverhalten abhänge. Das hat jetzt ihren  Nachfolger Steffen Ahrenhold (CDU) eingeholt. Einzugsbereiche für Grundschulen gibt es in der Samtgemeinde nicht.

Anmeldungen in Bilshausen

Zehn Schüler aus Krebeck und Bodensee hätten für die Ringschule angemeldet werden können, sieben seien aber für die Grundschule Bilshausen angemeldet worden, bestätigt Ahrenhold. Und bei einer Anmeldung für die Ringschule handele es sich auch noch um eine Doppelanmeldung. Die Tendenz sei klar, die Gründe ungeklärt. Bei einem internen Elternabend ohne die Eltern, die ihre Kinder an der Ganztagsschule in Bilshausen angemeldet haben, habe es konträre Meinungen zur Bildung einer Kombinationsklasse aus Erst- und Zweitklässlern gegeben, aber ein Votum für den Erhalt der Schule: „Die Eltern sind hin- und hergerissen.“

Politische Entscheidung ist gefragt

Alle betroffenen Eltern sollen jetzt Fragebögen zugeschickt bekommen, in denen es auch um die Akzeptanz von Kombiklassen gehe, die noch mehr Ummeldungen befürchten ließen. „Die Planzahlen hätten gereicht“, sagt Ahrenhold: „Letztlich entscheidet  aber der Elternwille.“ Zurzeit sei die Situation noch völlig offen, auch der Rat der Samtgemeinde sei gefragt. Falls keine Kombiklasse zustande käme, könnte die Schule im schlimmsten Fall auslaufen.
Bedenken hatte Ahrenhold, ob rechtlich eine Kombiklasse mit dann nur einer Lehrkraft vor Ort in Bodensee überhaupt zulässig wäre. Die hat die Landesschulbehörde jedoch zerstreut. Auch an einem Standort mit nur einer Klasse werde das Land für eine ausreichende Personalsituation sorgen, der Schulträger solle Kombiklassen aber  möglichst vermeiden. Dadurch sei der Zeitdruck erst einmal genommen, sagt Ahrenhold: „Wir werden jetzt eine politische Diskussion über Einzugsbezirke und Standorte führen müssen.“

Bürgermeister bedauern Entwicklung

Seit 1973 werden an der sogenannten Ringschule mit zwei Standorten die Erst- und Zweitklässler in Boddensee, die Dritt- und Viertklässler in Krebeck unterrichtet. Schon für das Schuljahr 2016/2017 wurden jeweils elf Kinder aus Bodensee, Krebeck und Renshausen an der Ringschule und an der Bilshäuser Grundschule angemeldet. Schulbezirke gibt es in der Samtgemeinde nicht.

Wenn Kinder aus anderen Orten in Bilshausen angemeldet werden, übernimmt der Landkreis nur dann die Beförderungskosten, wenn sie an der dortigen Ganztagsbetreuung teilnehmen. Sowohl Bodensees Bürgermeister Friedrich Henniges als auch Krebecks Bürgermeister Frank Dittrich (beide CDU) bedauern die aktuelle Entwicklung. Aus Sicht der Gemeinde sei es wünschenswert, die vorhandenen Strukturen zu erhalten, sagt Dittrich. Im Sinne der Kinder müsse aber eine angemessene und vernünftige Lösung gefunden werden.

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