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Kreistage stellen Weichen für Wahl

Gemeinsame Sitzung im Vorfeld der ersten freiwilligen Kreisfusion Deutschlands Kreistage stellen Weichen für Wahl

Nicht nur Wahlleiter und Wahlbereiche festgelegt haben am Mittwoch Kreistagsmitglieder aus Osterode und Göttingen. Die erste gemeinsame Sitzung in Wollershausen, zu der das Innenministerium eingeladen hatte, wurde als historischer Moment gewürdigt.

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Wollershausen

Quelle: Thiele

Wollershausen. Die Ortsfeuerwehr hatte einen Shuttledienst eingerichtet, im Dorfgemeinschaftshaus drängten sich Medienvertreter und Mandatsträger, von denen sich viele zum ersten Mal begegneten. So richtig lohnt sich das Kennenlernen auch nicht mehr. Am 11. September wird gewählt, am 1. November fusionieren beide Kreise zu einem Landkreis mit rund 324 000 Einwohnern. 

Matthias Wunderling-Weilbier, der das Südniedersachsenprogramm vorstellte, sprach von der ersten freiwilligen Kreisfusion Deutschlands als strategischer Grundlage, Entwicklungschancen zu nutzen. Als vorrangige Handlungsfelder nannte er Breitbandausbau und Technologietransfer.

 „Wohin wir auch gehen, setzen wir unseren Fuß auf ein Stück Geschichte.“ Das Cicero-Zitat von Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) war auf Wollershausen gemünzt, das bei der Gebietsreform 1972 vom Kreis Osterode zum Kreis Göttingen wechselte. „Die Rhume trennt uns vom Eichsfeld, der Rotenberg vom Harz“, sagte Bürgermeister Ulrich Schakowke (SPD), dessen Heimatort in den Mittelpunkt des neuen Landkreises rückt. Die Geschichte des bereits 1885 gebildeten Kreises Osterode rollte Erster Kreisrat Gero Geißlreiter (CDU) auf, nach vorne blickte Reuter.

Der Fusionsprozess liege im Zeitplan, das Personaleinsatz-Konzept stehe vor der Fertigstellung, die Harmonisierung der IT-Verfahren sei sehr anspruchsvoll, viele politische Entscheidungen von der Jugendhilfe bis zur Kita-Förderung erst im neuen Kreistag möglich. Mit Entwürfen für ein Wappen ist ein Heraldiker beauftragt worden, bei den Autokennzeichen können dank Retro-Nummernschildern künftig alle Kreisbewohner zwischen Duderstadt, Osterode, Göttingen und Hann.-Münden wählen.

Nach Querelen über den neuen Zuschnitt der Wahlbereiche im Raum Osterode hatten sich die Politiker auf ein interfraktionelles Konzept geeinigt. Auch ansonsten herrschte Einigkeit in der historischen Sitzung. In beiden Kreisen sei Bereitschaft vorhanden, sich auf Neues einzulassen, meinte Alexander Götz, der im Innenministerium die Abteilung für Kommunal- und Hoheitsangelegenheiten leitet. Finanzielle Gründe reichten nicht aus, um die Kreisfusion zu tragen. Um einem solchen Projekt zum Durchbruch zu verhelfen, sei politischer Gestaltungswille gefordert.

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