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Land voller Gegensätze

Indischer Abend im Obernfelder Museumskrug Land voller Gegensätze

Eine auf den ersten Blick exotisch wirkende, auf den zweiten Blick sehr naheliegende Veranstaltung hat großen Zuspruch gefunden: 120 Besucher kamen zum Indischen Abend in den Obernfelder Museumskrug.

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Johannes Pennekamp referiert vor den Gästen im Museumskrug.

Quelle: r

Obernfeld. Die Hahle-Gemeinde hat zahlreiche Bezugspunkte zu dem 6.000 Kilometer entfernt liegenden Subkontinent. Der Museumskrug wird vom indischen Wirt Sham Sunder betrieben, mit Cherian Marottickathadathil hat die Pfarrgemeinde einen indischen Pater, zudem sind mehrere Obernfelder in den vergangenen Jahren nach Indien gereist.

Zwei dieser gebürtigen Obernfelder berichteten über ihre Erlebnisse in dem Land. Johannes Pennekamp, der als Wirtschaftsredakteur für die Frankfurter Allgemeine Zeitung arbeitet, referierte mithilfe vieler Bilder über das Thema Kinderarbeit in der indischen Steinindustrie.

Während einer mehrwöchigen Recherchereise hat der Journalist zahlreiche arbeitende Kinder, deren Auftraggeber sowie verantwortliche Politiker und Bürokraten interviewt. Er konnte die Spur der aus Kinderarbeit entstandenen Steine bis auf deutsche Stadtplätze nachverfolgen.

Weniger bedrückende Eindrücke des Landes präsentierte Matthias Bock den Gästen, die sich im Museumkrug mit indischen Spezialitäten stärken konnten. Der Doktorand an der Leibniz Universität Hannover schilderte seine Reiseeindrücke, die er Anfang des Jahres bei einer von Pater Cherian begleiteten Gruppenreise gesammelt hatte. Er präsentierte ein Land voller Gegensätze: Kulturelle Vielfalt, unterschiedliche Religionen und bunte Lebensfreude treffen auf bittere Armut und Entbehrung. Der Vortragsabend soll den Auftakt für eine Veranstaltungsreihe bilden, in der gebürtige Obernfelder über ihre Arbeit, besondere Reisen und spannende Aktivitäten berichten. Bürgermeister Karl-Bernd Wüstefeld (CDU) zeigte sich zuversichtlich, so das Gemeindeleben weiter stärken zu können und den Kontakt zu ehemaligen Obernfeldern nicht abreißen zu lassen.

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