Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Mädchenheim wird Flüchtlingsunterkunft

Sozialausschuss Mädchenheim wird Flüchtlingsunterkunft

1500 Kontingentflüchtlinge, die bereits Erstaufnahmeeinrichtungen durchlaufen haben, sollen dem Landkreis Göttingen als Kontingent vom 1. April bis zum Jahresende zugeteilt werden. Allein um die 200 Flüchtlinge werden voraussichtlich in Wollershausen untergebracht.

Voriger Artikel
Fritz Güntzler rügt Bernhard Reuter
Nächster Artikel
Schüler stellt Facharbeit zu Luther vor
Quelle: dpa (Symbolbild)

Gieboldehausen. Diese Zahlen nannte Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU), die im Sozialausschuss über die aktuelle Flüchtlingssituation in der Samtgemeinde Gieboldehausen berichtete. Sie geht davon aus, dass der Landkreis Göttingen in den nächsten Tagen oder Wochen das Wasserschloss Wollershausen mit Wohnheim, Wirtschaftsgebäuden und Turnhalle erwerben wird.

In der Turnhalle, die im Zuge der Amtshilfe für die Stadt Göttingen als Erstaufnahmeeinrichtung dient, seien derzeit nur noch ein Dutzend Flüchtlinge einquartiert, sagte Dornieden. Eigentlich sollte die Erstaufnahme sechs Wochen nicht überschreiten, einige Flüchtlinge seien aber schon seit Oktober in Wollershausen.

Es sei nicht realistisch, alle zugewiesenen Flüchtlinge dezentral unterbringen zu können, meinte Dornieden. Der Landkreis wolle deshalb über Schloss Wollershausen hinaus auch die ehemalige Chemieschule und das ehemalige Krankenhaus in Hann. Münden kaufen sowie in Modernisierung und Umbau der Gebäude investieren.

Bis Ende Februar werden in Rhumspringe bis zu 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge erwartet, die von der Jugendhilfe Südniedersachsen betreut werden. Sie sollen in Zweier-Wohngemeinschaften in Mietwohnungen der Wohnungsbaugesellschaft Eichsfeld in der Karlstraße unterkommen. Sozialpädagogen würden sich um die Jugendlichen kümmern, ein ständiger Ansprechpartner vor Ort sein, teilte Dornieden mit. Die meisten Jugendlichen seien seit Mitte vergangenen Jahres in Deutschland und hätten schon Deutschkurse besucht. Hier werden sie auf Sprachlernklassen in Duderstadt verteilt.

Für den Kommunen zugewiesene Flüchtlinge seien Schulpflicht, Deutschkurse und Integrationsmaßnahmen bindend, informierte Dornieden. Solange das Asylverfahren laufe, bestehe Residenzpflicht im Landkreis.

Seit vergangenem Jahr sind der Samtgemeinde 30 Frauen, Männer und Kinder zugewiesen worden – fünf Armenier und 25 Syrer. Sie leben in Wohnungen in Gieboldehausen, Bilshausen, Bodensee und Renshausen. Dornieden schätzt, dass nach Belegung der Gebäude am Schloss Wollershausen die Grundschule in Rhumspringe Zuwachs von rund 30 Flüchtlingskindern bekommen wird.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis