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Martin Marahrens predigt bei der Männerwallfahrt

Germershausen Martin Marahrens predigt bei der Männerwallfahrt

Brechend voll war die Germeshäuser Kirche am Sonntag. Katholiken aus vielen Teilen des Bistums waren zur Männerwallfahrt gekommen. Regens Martin Marahrens, der Leiter des Hildesheimer Priesterseminars, warb in der Predigt dafür, den Zustrom an Flüchtlingen als Chance zu sehen.

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Katholiken aus vielen Teilen des Bistums waren zur Männerwallfahrt gekommen.

Quelle: JV

Germershausen. „Herr Pfarrer, damit sie es wissen, ich wähle auch die AfD“, habe ein Katholik zu Marahrens gesagt. Davon berichtete der Geistliche, der sechs Jahre lang im Eichsfeld als Jugendseelsorger gewirkt hat. Marahrens ließ keinen Zweifel daran, dass die Integration von mehr als einer Million Menschen eine große Herausforderung sei. Katholiken sollten aber nicht jammern und auch nicht die Dinge laufen lassen, sondern zufassen.

Männerwallfahrt Germershausen

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Um seine Position zu erklären, erzählte der Regens eine Geschichte. Als junger, unsportlicher Mann habe er sich einmal bei Nebel und Regen darauf eingelassen, mit Freunden eine Bergtour zu machen. Unterwegs habe er sich mehrfach erschöpft und durchgefroren gefragt, warum er sich das antun musste. Als die Wolken dann aber oben auf dem Gipfel aufgerissen seien und er das grandiose Panorama genießen konnte, habe sich diese Frage nicht mehr gestellt.

Das Fazit des Priesters: Ein Mensch müsse lernen, Probleme immer als Chance zu sehen. Wer sich ihnen stelle, reife und wachse über sich hinaus. So sollten Katholiken der Flüchtlingskrise begegnen. Als Christen wüssten sie, dass ihnen Gott in den Armen und Schwachen begegne. „Wer Menschen im Mittelmeer ertrinken lässt, lässt Gott ertrinken“, zitierte Marahrens den Kölner Erzbischof, Rainer Maria Kardinal Woelki.

Organisiert wurde die Wallfahrt vom Verband Katholischer Männergemeinschaften. Mit dabei war auch Siegfried J. Mehwald, der Diözesanreferent für die Männerpastoral. Marahrens Kommentar zum schlechten Wetter: „Wer einen Regens einleitet, darf sich über Regen nicht wundern.“

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