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Düstere Aussichten

Mats Wahl liest vor Schülern Düstere Aussichten

Der schwedische Autor Mats Wahl hat in der Kooperativen Gesamtschule Gieboldehausen (KGS) aus dem dritten Teil seiner Sturmland-Reihe gelesen. Neben düsteren Ausblicken in die Zukunft geizte er nicht mit Gesellschaftskritik. Für die Schüler gab es aber auch einige Tipps fürs Leben.

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Mats Wahl vor Schülern in Gieboldehausen

Quelle: NR

Gieboldehausen. Ein Reiter, ein Haus am See, ein zweiter Mann und ein mysteriöses Geschäft - plastisch beschreibt Wahl in „Die Gesetzgeber“ Situationen und Figuren. Wahls Werke sind düster, pessimistisch, geheimnisvoll. Die Sturmland-Bücher spielen in einer Zukunft, die durch den Klimawandel umfassenden Veränderungen unterliegt. Auch bei seiner Lesung und der anschließenden Fragerunde spart Wahl nicht mit Kritik. Klimawandel, Überwachung und die zunehmende Automatisierung durch Roboter sind Themen, die er in der Sturmland-Reihe verarbeitet hat. Als Vorbilder seines Schreibens nennt Wahl isländische Sagas und den Schriftsteller Ernest Hemingway.

In der anschließenden Fragerunde gibt Wahl Einblicke in sein Leben, und seinen Werdegang. „Wann haben Sie angefangen mit der Literatur?“, fragt ein Schüler. Mit 16 habe er erste eigene Texte verfasst, zu Anfang noch Imitationen von Novellen Hemingways. Sein erstes Werk war ein Buch über seine Arbeit mit Problemkindern. Was viele erstaunen mag: „Ich hatte wirklich Probleme mit Rechtschreibung, ich habe immer viele Fehler gemacht“, sagt Wahl. Das hielt ihn nicht vom Schreiben ab.

Auf die Frage, ob seine Bücher eher Fiktion sind oder seiner Meinung nach ein realistisches Bild der Wirklichkeit abbilden, holt Wahl weiter aus. Was den Klimawandel angeht, entspreche sein Roman der Wirklichkeit. „Es ist hier, es geschieht“, sagt Wahl. „Es wird nie wieder wie zuvor“, ist der Schwede überzeugt. Man dürfe nicht ständig zurückblicken. Dies sei ein Kennzeichen der erstarkenden Populisten und rechtsradikalen Bewegungen in der ganzen Welt: „Sie glauben, dass man die Zukunft im Rückspiegel sieht.“ Den Schülern macht er Mut. Die Schule sei der Beste Ort, um sich auf Veränderungen vorzubereiten.

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