Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Modellprojekt der Universität Stuttgart

Jugendliche aus Krebeck und Renshausen Modellprojekt der Universität Stuttgart

„Wir wollen mehr“ heißt das Klimaschutzprojekt, an dem sich Jugendliche aus zehn ausgewählten Kommunen in ganz Deutschland beteiligen. Auch die Jugend aus Krebeck und Renshausen ist mit an Bord - und überraschte die Projektleiter mit mehr als 30 Teilnehmern bei der Auftaktveranstaltung.

Voriger Artikel
Kinder pflanzen 30 neue Bäume
Nächster Artikel
Einbrecher stehlen Sägen aus Zimmerei

Chelsea Heine (links) und Kristina Kretschmer aus Krebeck heften die Vorschläge zum Thema Klimaschutzmaßnahmen an die Stellwand.

Quelle: Harald Wenzel

Krebeck. Initiiert wurde das Projekt von Studenten der Universität Stuttgart im Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (Zirius), vertreten durch Sarah-Kristina Wist und Rainer Kuhn. „Unterstützung erhalten die Jugendlichen allerdings auch vom Ortsrat“, erklärten die Ortsratmitglieder Ingrid Rinkleff und Stephan Hörschelmann (beide Grüne).

Für die ganze Gemeinde

Im Projekt geht es nämlich darum, nachhaltige Klimaschutzmaßnahmen zu überlegen, auszudiskutieren, auf ihre Umsetzbarkeit zu überprüfen und dann auch durchzuführen. Diese Maßnahmen sollen sowohl den Einzelnen betreffen als auch das gesamte Dorf, was dann auch Aufklärungskampagnen nachziehen würde. „Der Gemeinderat hat sich verpflichtet, pro Gemeindemitglied unter 20 Jahren zwei Euro als Projekt-Etat zu zahlen“, erklärte Rinkleff. Schließlich sollten die Ergebnisse des insgesamt drei Jahre andauernden Projektes der ganzen Gemeinde zugutekommen.

In einem ersten Brainstorming unterschieden die Jugendlichen zwischen Maßnahmen, die sie selbst durchführen könnten, um den durchschnittlichen CO2-Ausstoß eines Menschen pro Jahr (etwa elf Tonnen) zu reduzieren und Maßnahmen, die das ganze Dorf betreffen würden.

Offene Gruppen für Nachhaltigkeit

Die Vorschläge reichten von „öfter das Fahrrad nutzen“, „keine Geräte auf Standby laufen lassen“ oder „regional einkaufen“ als eigene Initiative bis zu „Abfall reduzieren“ oder „Bio-Energie nutzen“ für die ganze Gemeinde. Und auch Vorschläge für die Durchführbarkeit wurden schon notiert wie „Infoveranstaltungen für das Dorf organisieren“.

„Bis Anfang des nächsten Jahres haben die Jugendlichen die Aufgabe, zumindest für sich selbst schon einiges davon auszuprobieren“, erklärte Wist. Beim nächsten Besuch der Stuttgarter sollen Möglichkeiten erörtert werden, auf Gremien, Vereine und Institutionen zuzugehen, um Klimaschutzmaßnahmen zu diskutieren.

„Das Ziel ist Nachhaltigkeit, auch nach Ablauf des dreijährigen Modellprojektes“, so Wist. Sie betonte, dass die Gruppen offen seien. Wer beim ersten Treffen nicht dabei war, kann jederzeit dazustoßen. Unterstützt wird das Modellprojekt vom Bundesumweltministerium.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016