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Nachwuchssorgen bei Jugendfeuerwehren

Gruppenstärke in einigen Orten unterschritten Nachwuchssorgen bei Jugendfeuerwehren

Durchwachsen ist die Bilanz, die Gemeindejugendfeuerwehrwart Matthias Rudolph in seinem Jahresbericht über den Feuerwehrnachwuchs zieht. In der Samtgemeinde Gieboldehausen gibt es vier Kinder- und acht Jugendfeuerwehren. Mehr als die Hälfte der Jugendfeuerwehren klagen über Nachwuchssorgen.

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Teilnehmer des Landesentscheids der Jugendfeuerwehren in Duderstadt 2015.

Quelle: Schneemann

Gieboldehausen. Die Mitgliederzahl der Jugend-Feuerwehren ist 2015 von 112 auf 92 gesunken. Es gab zwar mehr Neuaufnahmen (21) als Austritte (18), aber 23 Übertritte in die Einsatzabteilungen. Während viele Jugendliche aufgrund ihres Alters die Jugendfeuerwehren verlassen, ist die Zahl der Übernahmen aus den Kinderfeuerwehren nur gering.

Aktive Jugendfeuerwehren gibt es in Gieboldehausen, Bilshausen, Renshausen, Krebeck, Wollbrandshausen, Rüdershausen, Rhumspringe und Obernfeld. Die Situation in den einzelnen Orten sei sehr unterschiedlich, sagt Rudolph. In Rollshausen ruht zurzeit der Dienstbetrieb der Jugendfeuerwehr mangels Mitgliedern, in einigen Orten wird die Gruppenstärke von neun Mitgliedern unterschritten. Das erschwert die Teilnahme an Wettbewerben. Die Orte mit Unterschreitung der Gruppenstärke würden eine Kooperation mit benachbarten Jugendfeuerwehren anstreben, berichtet Rudolph. Das funktioniere inzwischen auch gut. Ziel bleibe aber, die Ortsjugendfeuerwehren so zu stärken, dass eine Eigenständigkeit sowohl bei der allgemeinen Jugendarbeit als auch der technischen Ausbildung möglich sei.

Mit den Jugendlichen im Alter von zehn bis 18 Jahren wurden im vergangenen Jahr rund 400 Stunden allgemeine Jugendarbeit und 300 Stunden Ausbildung betrieben, 27 Tage in Zeltlagern und Freizeiten verbracht. Mit Vor- und Nachbereitung haben die acht Jugendfeuerwarte und ihre Helfer mehr als 700 Stunden aufgewendet. Mit Spenden und Eigenanteil konnten für alle Mitglieder, Jugendfeuerwarte und Betreuer Überjacken beschafft werden, ohne den Samtgemeinde-Etat zu belasten.

Als erfreulich stabil bezeichnet Rudolph die Entwicklung der vier Kinderfeuerwehren Rüdershausen, Rhumspringe, Bilshausen und Obernfeld. Die Zahl der Mitglieder im Alter von sechs bis zehn Jahren ist von 45 auf 54 gestiegen, 20 Neuaufnahmen standen fünf Übertritte in Jugendfeuerwehren und sechs Austritte gegenüber. Zu rund 100 Dienststunden der Kinderfeurwehrwarte und ihrer Helfer kamen noch 28 Tage für Fahrten, Zeltlager und Ausflüge hinzu. In Krebeck steht die fünfte Kinderfeuerwehr der Samtgemeinde in den Startlöchern: Eine Informationsveranstaltung für Kinder und Eltern beginnt am Sonntag, 21. Februar, um 14.30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Krebeck.

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