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1087 Stunden Eigenleistung

Neuer Jugendraum in Renshausen 1087 Stunden Eigenleistung

Mit dem neuen Jugendraum im Keller des Dorfgemeinschaftshauses haben Renshausens Jugendliche nach etwa 15 Jahren wieder einen Treffpunkt im Dorf. Am Sonnabend überreichte Bürgermeister Frank Dittrich (CDU) den Jugendvertretern René Bernd und Piero Jünemann den Schlüssel zum Raum.

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Krebecks Bürgermeister Frank Dittrich (rechts) überreichte den Jugendvertretern René Bernd (links) und Piero Jünemann die Schlüssel zum Jugendraum.

Quelle: rf

Renshausen. Es sei an der Zeit gewesen, dass Renshausen wieder einen Jugendraum erhalten habe, so Dittrich. „Ich kann mich noch gut an die Zeit vor etwa 20 Jahren erinnern“, erzählte er. „Ich möchte die Zeit im Jugendraum im Brunnenhaus nicht missen.“ Das sei dann aber vor etwa 15 Jahren wieder von der Kirche genutzt worden. Für den Umbau und die Einbauten des neuen Jugendraumes sei eine Gesamtinvestition von 49 750 Euro  fällig geworden, so Dittrich. Dabei beteiligte sich der Landkreis mit 10.000 Euro an den Kosten für die Jugendräume in Krebeck und Renshausen, wie Sigrid Jacobi, Leiterin des Jugendhilfeausschusses mitteilte.

Nicht ganz einfach sei der Umbau gewesen, erklärte Architekt Gregor Bringmann aus Bilshausen. „Man muss sich vorstellen, dass das ein alter Ölfeuerraum gewesen ist“, berichtet er. Zunächst musste ein neuer Eingang geschaffen werden. „Und es war ein dunkles Loch.“ Deshalb seien die kleinen Kellerfenster gegen große Fenster ausgetauscht worden, um den Raum zu erhellen. Begeistert war der Architekt von der Bereitschaft zur Eigenleistung von 1087 Stunden: „Das ist phänomenal in dieser Gemeinde. Das war auch schon beim Jugendraum in Krebeck der Fall.“ 50 bis 60 Zentimeter Boden musste beispielsweise aus dem ehemaligen Ölraum entfernt werden, um eine vernünftige Höhe zu erreichen. Für einen Stahlträger fanden sich neun Leute, die beim Einbau halfen. „Und auch die Jugendlichen waren eifrig mit dabei“, so Bringmann, der diesen Einsatz zur Eröffnung mit einer Spende von 200 Euro belohnte.

Spenden für die Einrichtung

Spenden erhoffen sich die Jugendlichen auch für die Einrichtung. Wer Einrichtungsgegenstände spenden möchte, kann sich nach Angaben des Bürgermeisters an die Gemeinde wenden. So hat beispielsweise der TSV Renshausen den Jugendlichen die Lampen und die Küchenzeile spendiert. „Wir suchen noch eine Mikrowelle“, sagt Piero Jünemann, der gemeinsam mit René Bernd von den Jugendlichen zu deren Vertretern gewählt wurde. Bernd erklärte, dass er auch schon über eine Dartscheibe nachgedacht habe. Für einen Billard- oder Kickertisch sei der Raum aber wohl zu klein.

Die beiden Jugendvertreter erzählen, was sie mit den übrigen Jugendlichen unbedingt erledigen müssen. Auf der Liste stehen die Erstellung einer Hausordnung und die Abstimmung fester Zeiten. „Und wir müssen einen Putzdienst definieren“, sagt Bernd. Zur Eröffnung schauten auch die Krebecker Jugendlichen vorbei. Ian Helmrich erklärte: „Wenn ihr bei etwas Hilfe braucht, sagt einfach Bescheid. Wir sind schließlich eine Gemeinde.“

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