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Neues Lichtpunktgewehr für junge Schützen

Nach Einbruch ins Rollshäuser Schützenhaus Neues Lichtpunktgewehr für junge Schützen

Die Kinder des Schützenvereins Rollshausen von 1929 haben ihr Lichtpunktgewehr schmerzlich vermisst. Bei einem Einbruch Anfang des Jahres im Schützenhaus war das ungefährliche Sportgerät gestohlen worden. Dank der Sponsoren Volksbank Mitte und Harz Energie konnte nun ein neues angeschafft werden.

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Mitglieder des Schützenvereins und Sponsoren präsentieren das neue Lichtpunktgewehr.

Quelle: Claudia Nachtwey

Rollshausen. Jeweils 500 Euro legten die beiden Sponsoren für das mehr als 1000 Euro kostende Infrarotgewehr dazu, um den Jüngsten des Vereins das Training vor Ort wieder zu ermöglichen. Erst ab 12 Jahren dürfen die Schützen mit Luftgewehren schießen. Für jüngere Kinder ist das Lichtpunktgewehr die völlig ungefährliche Variante, um Treffsicherheit zu trainieren. „Mit 12 wären die meisten schon in anderen Vereinen, wenn sie nicht bei uns die Gelegenheit hätten, schon in jüngeren Jahren zu trainieren“, erklärte Schützin Edeltraut Knöchelmann die Aspekte der Nachwuchsförderung. Sie hatte sich mit der Bitte um Unterstützung an den Vorstand der Volksbank Mitte gewendet. „Jugend und Sport fördern wir immer gern“, sagte Thorsten Feike, Regionaldirektor der Volksbank Mitte bei der feierlichen Übergabe der neuen Trainingswaffe.

Die Harz Energie hat ein Budget zur Förderung des Ehrenamts in der Region veranschlagt, das den Gemeinden zugesprochen werde, erklärte Kommunalmanager Frank Uhlenhaut. Der jeweilige Ortsrat habe dann zu entscheiden, wohin die Förderung fließe und das entsprechend bei der Harz Energie zu beantragen. „Der Ratsbeschluss war einstimmig, dass ein neues Lichtpunktgewehr für die jungen Schützen angeschafft werden sollte“, bestätigte Bürgermeister Claus Bode (CDU).

Beim Einbruch im Februar hat der schwere und gut gesicherte Panzerschrank den Dieben standgehalten. Luftgewehre konnten nicht entwendet werden. „Das waren aber keine Profis, vielleicht haben die sogar gedacht, dass sie eine echte Waffe erwischt haben“, vermutete Stefan Koch, Vorsitzender des Schützenvereins. Mit dem Infrarotgewehr hätten die Diebe allerdings nichts anfangen können, weil es nur mit entsprechender Software und dem elektronischen Ziel funktioniere, so Koch. Die Zusatzgeräte haben die Einbrecher nicht mitgenommen. Dafür haben sie noch die Kaffeekasse, eine Teilermaschine und eine Schießsportjacke der Jugendlichen geklaut und vor allem einen Haufen Dreck hinterlassen.

„Zum Glück gab es gute Unterstützung der anderen Schützenvereine“, lobte Koch die Kameradschaft. Jugendwartin Ann-Kristin Preitz ist mit den Nachwuchsschützen nach Gerblingerode, Nesselröden und Seulingen gefahren, wo die Kinder an den dortigen Lichtpunktgewehren trainieren durften, bis das neue Gewehr in Rollshausen eingetroffen war.

Zur Einweihung wurden auch die Kinder aus dem Ort eingeladen, die noch nicht im Verein sind. „Alle dürfen mal testen, ob sie Spaß am Schießsport haben“, sagte die Jugendwartin. Welche sportlichen Erfolge auch am Lichtpunktgewehr zu erreichen sind, hat die neunjährige Rosalie schon vielfach bewiesen und sogar den Titel der Landesmeisterin geholt. Vereinskameradin Leonie hat in diesem Jahr das Alter erreicht, um auch mit Luftgewehr trainieren zu dürfen. „Ein bisschen anders ist das schon, aber das Training ist eigentlich gleich“, meinte die Zwölfjährige.

Konsequenzen wird es nach dem Einbruch für den Schützenverein auch in puncto Versicherungen geben, sagte Koch. „Der Sport hat sich mit der modernen Technik weiterentwickelt, und in den alten Versicherungen war nicht alles mit abgesichert. Daher war der Verlust nicht nur materiell, sondern auch finanziell zu spüren“, sagte der Vorsitzende. Die Versicherungen sollen nun angepasst werden.

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