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Eier als Hingucker

Osterbrunnen in Gieboldehausen Eier als Hingucker

Farbenfrohe Fruchtbarkeitssymbole schmücken rund um Ostern drei Brunnen in der Heimat der "Bunten", wie die Einwohner Gieboldehausens auch genannt werden. Fantasievoll bemalte Eier spiegeln kreatives Denken wider und sollen Betrachter zum Verweilen einladen.

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Mit Liebe zum Detail: Österlicher Brunnenschmuck in Gieboldehausen.

Quelle: Wenzel

Gieboldehausen. Ein Urlaub in Franken brachte Ursel Runge auf die Idee, die österliche Tradition in Gieboldehausen zu etablieren. Während die Initiatorin mit ihren Freundinnen den Brunnen an der Ecke Rhumestraße / Ohlenroder Straße ausstaffiert, setzten Mitglieder des Katholischen Frauenbundes bereits die Anlage vor dem Pfarrheim und Mitglieder des Landfrauenvereins den Schlossbrunnen in Szene."Wir haben die Girlanden und die Krone gewickelt, dann die Eier angesteckt und auch neue Eier bemalt, weil immer welche kaputtgehen", beschreibt Runge die Herangehensweise ihrer Gruppe. Aufgestellt werde der Brunnen, in den auch gedrechselte Eier integriert sind, am Sonnabend, 8. April.
Außer Motiven mit jahreszeitlichen Bezügen wie Blumen und Störche finden sich auf den Eiern auch Gedichte, Noten, Lebensweisheiten und einiges mehr. Ein Zeichen für kulturelle Vielfalt sollen Eier setzen, auf denen Gesichter von Menschen aus verschiedenen Nationen und Flaggen ferner Länder zu sehen sind. 
Runge rechnet auch im fünften Jahr der Aktion mit vielen Besuchern. Hölzerne Hinweisschilder an der Hauptverkehrsstraßen weisen den Weg, außerdem machen große Tafeln an den Ortseingängen auf die Aktion aufmerksam.
"Es kommen von Jahr zu Jahr immer mehr Besucher, weil es sich herumspricht", berichtet Runge und spricht von "Menschenmassen". Die Brunnen hätten den Charakter von Begegnungsstätten, an denen Interessierte miteinander ins Gespräch kämen. Die "bunte Vielfalt" fördere die Frühlingsgefühle, so Runge, die sich den Aufbau einer Eichsfelder Brunnenroute wünscht.

Brunnen mit veränderter Optik  

Eine gegenüber den Vorjahren leicht veränderte Optik hat der Brunnen vor dem Pfarrheim. "Wir stecken dieses Jahr anders", erläuterte Heidi Gerhardy vom Katholischen Frauenbund. Neu seien Eier, die von Kindern im Baby-Café des Frauenbundes bemalt worden seien und deren Namen zeigen. Kontrastreich bemalt sind auch die Eier, die den Brunnen der Landfrauen vor dem Schloss schmücken. Nachdenkliches und Fröhliches können die Besucher ebenso entdecken wie Motive, die offenbar mit einer Portion Selbstironie entstanden sind. So trägt ein abstrakt bemaltes Ei die Aufschrift "Siebensinnige" und damit eine spöttische Bezeichnung der Gieboldehäuser.

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