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SPD kandidiert nicht mehr im Flecken

Kommunalwahl 2016 SPD kandidiert nicht mehr im Flecken

Eine historische Zäsur erlebt der Flecken Gieboldehausen: Die SPD tritt bei der Wahl zum Gemeinderat nicht mehr an. Jeweils 14 Kandidaten haben die Freien Wähler GfG (Gemeinsam für Gieboldehausen) und die CDU für die Wahl zum Gemeinderat am 11. September aufgestellt, vier Bewerber die Grünen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Gieboldehausen. Leider stehen uns für den Flecken Gieboldehausen keine SPD-Kandidaten für die Kommunalwahl 2016 zur Verfügung“, sagt Arnold Sommer, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins für die Samtgemeinde Gieboldehausen. Das Bedauern darüber ist parteiübergreifend - vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Markus Gerhardy bis Reiner Deeg (Grüne). Bürgermeisterin Maria Bock (CDU) hebt das konstruktive Miteinander mit der SPD in der Vergangenheit hervor, Wolfram Döring (Freie Wähler) die gute Zusammenarbeit in der gemeinsamen Gruppe mit den Grünen in den vergangenen Jahren.

Demokratie ist kein Selbstläufer

„Die SPD im Flecken ist zusammengebrochen, es war niemand mehr bereit, sich aufstellen zu lassen“, bedauert Döring: „Das mindert auch unsere Möglichkeiten. Die Frage ist jetzt, wo die Stimmen hingehen.“ „Zur Demokratie gehören ausreichend Alternativen“, sagt Bock. „Demokratie ist kein Selbstläufer und braucht Vielfalt“, meint Deeg, der schon das Ausscheiden der FDP aus dem Rat bedauert hat. Es sei ein Warnzeichen, dass in einem Ort mit mehr als 4000 Einwohnern keine SPD-Kandidaten antreten.

Ebenso wie Deeg macht Sommer dafür auch das Klima im Rat verantwortlich, das zu mehreren Rücktritten geführt hat. Bei den Kommunalwahlen 2011 habe die SPD historisch die meisten Stimmen für den Fleckenrat holen können, erinnert Sommer: „Leider haben sich die Dinge im Fleckenrat so zu Negativen geändert, dass Mehrheiten nicht mehr zustande gekommen sind, der ganze Fleckenrat gegeneinander gearbeitet hat, und die Ratsarbeit teilweise zum Erliegen kam.“

Im Stich gelassen

Sommer hätte es begrüßt, wenn „sich sowohl die Verwaltung als auch alle Ratsmitglieder zusammengefunden und Kompromisse beziehungsweise tragfähige Ratsbeschlüsse zu Tage gebracht hätten.“ Otmar Pfeifenbring und weitere über Jahrzehnte engagierte und verdiente SPD-Ratsmitglieder hätten Konsequenzen gezogen und als letzte Lösung ihr Mandat zurückgegeben.

Zurzeit ist die SPD noch mit Ilja Kopp und Jörg Ripping im Rat vertreten. „Wir fühlten uns ein wenig im Stich gelassen“, sagt Ripping. Er wolle aber vor allem nicht mehr antreten, da er beruflich zu sehr eingespannt sei. Sommer bedauert die aktuelle Situation, gibt sich aber optimistisch: „Wir werden uns in Gieboldehausen neu formieren und mit ganzer Kraft bei den Kommunalwahlen 2021 mit junger Mannschaft wieder antreten.“

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