Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Schüler stellt Facharbeit zu Luther vor

Protestantische Singbewegung Schüler stellt Facharbeit zu Luther vor

Welche Auswirkungen hatte das musikalische Werk Martin Luthers für die Reformation? Yannick Bode, Schüler des Eichsfeldgymnasiums und Organist der evangelischen Kirche in Gieboldehausen, schrieb dazu seine Facharbeit. Diese stellt er am Mittwoch, 17. Februar, im Regenbogenhaus vor.

Voriger Artikel
Mädchenheim wird Flüchtlingsunterkunft
Nächster Artikel
Vier Menschen bei Unfall schwer verletzt

Yannick Bode ist Organist der evangelischen Kirche und Schüler am Eichsfeldgymnasium.

Quelle: Richter

Gieboldehausen. 2017 feiern Protestanten den Beginn der Reformation vor 500 Jahren, die mit dem Anschlag der 95 Thesen durch Luther an die Wittenberger Schlosskirche begann. „So predigt Gott das Evangelium auch durch die Musik“, forderte Luther in seinen Tischreden. „Das Neue und Reformatorische waren die deutschen Texte und die Einbeziehung von volksmusikalischen Weisen“, so Yannick Bode. Luthers wesentlicher Unterschied zur römisch-katholischen Kirche jener Zeit war die Einbeziehung der Gemeinde. Die Texte dichtete der Reformator auf Deutsch oder deutschte althergebrachte lateinische Choräle ein.

Innerhalb von drei Monaten untersuchte Bode für seine Facharbeit 38 Lieder, die Luther von der Wissenschaft zugeordnet werden; 33 von ihnen stehen noch immer im Bestand des Evangelischen Gesangbuches. Seit mehr als zwei Jahren ist der 17-Jährige Organist der Gustav-Adolf-Kirche in Gieboldehausen. Luthers Werke „im Zeichen der Zeit“, als auch „was sie uns heute noch zu sagen haben“, beschäftigte Bode. Neben Vers- und Metrikanalyse untersuchte er Wirkungen anhand einiger Lieder.

„Man spricht bei der Reformation auch gerne von einer Singbewegung“, so Bode, der daneben auch eine kleine Umfrage gestartet hatte: „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, „Nun freut euch, lieben Christen g’mein“ oder „Ein feste Burg ist unser Gott“ konnten die meisten noch Luther zuordnen. „Es war schon ziemlich wertend, was Luther bei ‚Ein feste Burg ist unser Gott‘ mit der Melodie macht“, stellt Bode fest.

Mit Liedbeispielen wird am Mittwoch, 17. Februar, der Abiturient ab 15 Uhr im Gieboldehäuser Regenbogenhaus in die Musik Luthers einführen. Das könnte sich für interessierte Katholiken lohnen: Einige Werke des Reformators stehen auch im Gotteslob.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"