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Mit gezieltem Training zur „Zehn“

Schützenjugend Gieboldehausen Mit gezieltem Training zur „Zehn“

Früh übt sich: Rund 20 Jugendliche besuchen das Schießtraining der Schützenbruderschaft Sankt Sebastian, die ab Donnerstag, 10. August, fünf Tage lang ihr 475-jähriges Bestehen feiert. Wie in früheren Jahren werden auch 2017 wieder Nachwuchsschützen zur Deutschen Meisterschaft fahren.

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Sina Birkefeld beim Schießtraining.
 

Quelle: Foto: Bänsch

Gieboldehausen.  „Die Zehn ist das Ergebnis dessen, was man vorher richtig gemacht hat“, sagt Vereinsschießsportleiter Jürgen Creutzig. Um ein guter Schütze zu werden, müsse eine Menge beachtet werden, erläutert André Keufner, Spartenleiter Jugend bei der Schützenbruderschaft. Dies beginne beim Trockenanschlag und damit dem Finden der richtigen Körperhaltung. „Vielen fällt es schwer, stehenzubleiben und die Körperhaltung beizubehalten“, berichtet Keufner von seinen Erfahrungen.

Gewehr muss richtig liegen

 Beim Zielen müsse das Gewehr ruhig liegen. Entsprechend wichtig sei die richtige Atemtechnik, die ebenso Teil der Ausbildung sei wie das Erlernen einer sicheren Fußstellung, um ein Wackeln beim Zielen zu vermeiden. Das Abdrücken und damit das Fassen des Abzuges mit dem vorderen Drittel der Fingerkuppe werde im Training ebenso vermittelt wie das „Nachhalten“ nach dem Auslösen des Schusses, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen.

Viele Nachwuchsschützen würden ihre ersten Erfahrungen mit dem Infrarotgewehr sammeln, bevor sie ab dem Alter von zwölf Jahren in unterschiedlichen Anschlagsarten mit Luftgewehr oder -pistole und ab 16 Jahren mit Kleinkaliberwaffen schießen. Neben dem generellen Interesse am Schießsport sei auch die Konzentration wichtig, die geschult werde.

Einen Schub für die Nachwuchsarbeit habe die Anschaffung der Infrararotanlage vor zwölf Jahren gebracht. Mit dem Infrarotgewehr sei es bildlich möglich, den Jugendlichen ihr Verbesserungspotenzial zu zeigen. „Man sieht am Bildschirm alles, ich kann jeden einzelnen Schritt sofort nachvollziehen“, sagt Creutzig. Dies böte die Chance, die Technik des Schießens zu verfeinern.

Auch Jacqueline Völker hat ihre Schießkarriere mit dem Infrarotgewehr begonnen. „Mein Opa war im Verein und den habe ich mal angestiftet, dass er mich zum Training mitnehmt“, berichtet Völker, die eine Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin absolviert. Der Unterschied zum Luftgewehr, mit dem sie ab zwölf Jahren geschossen habe, sei hörbar gewesen. „Es macht halt nicht nur klick, es knallt richtig“, betont die Desingeröderin. Sie sei regelmäßig zum Training gekommen. „Ich habe gemerkt, dass meine Leistungen und meine Konzentration besser werden“, erzählt die 18-Jährige, die in diesem Jahr zum dritten Mal zur Deutschen Meisterschaft fährt: zusammen mit Sina und Luisa Birkefeld, um im Dreistellungskampf eine gute Platzierung zu erzielen. Durch das Training im Landeskader habe sie gelernt, ihren Rhythmus beim Schießen zu verbessern und dadurch beim Wettkampf nicht mehr nervös zu sein. Generell biete ihr der Schießsport die Möglichkeit, „vom Alltag runterzukommen“.

Auf die Konzentration kommt es an

„Die Herausforderung ist, die Konzentration zu halten, dass der erste Schuss genauso gut wird wie der letzte“, beschreibt der 14-jährige Moritz Burchhardt aus Gieboldehausen, was ihn am Schießsport begeistert. „Die Präzision“ macht für die 17-jährige Josias Cierpka den Reiz dieses Hobbys aus. „Wenn ich aufgewühlt war und bin beim Schießen gewesen, dann komme ich runter und kann nachdenken“, berichtet Nina Friederici. Die 18-Jährige habe den Antrieb, „immer noch besser zu werden“.

Von Axel Artmann

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