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Schuldezernent tritt Gerüchten entgegen

Weder Oberschule noch Oberstufe Schuldezernent tritt Gerüchten entgegen

Zurückgewiesen hat Kreisschuldezernent Marcel Riethig Mutmaßungen, dass die Kooperative Gesamtschule (KGS) Gieboldehausen in eine Oberschule umgewandelt werden soll. Zugleich bestätigt er, dass es vorerst keine gymnasiale Oberstufe an der KGS geben wird.

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Quelle: ku

Gieboldehausen. Oberschulen wie in Hattorf/Wulften, die Haupt- und Realschule zusammenfassen, gibt es in Niedersachsen seit vier Jahren als Schulform. Von Kommunalpolitikern gestreuten Gerüchten, die KGS solle eine Oberschule werden, tritt Riethig energisch entgegen: „Da ist absolut nichts dran.“

Riethig, der nach der Kreisfusion für 30 statt zuvor 16 weiterführende Schulen zuständig ist, will zur „Ruhe in der Schullandlandschaft beitragen“ und gibt ein klares Bekenntnis zum Schulstandort und zur Schulform KGS in Gieboldehausen ab.

Die KGS habe sich bewährt, die Zusammenarbeit mit Schulleiter Dr. Guido Fellbrich sei ausgezeichnet, sagt Riethig: „Wer dem Schulleiter Knüppel zwischen die Beine wirft, wirft auch der Schule Knüppel zwischen die Beine.“ Riethig kündigt weitere Investitionen für die KGS an – vom Farbkonzept über die Schließanlage bis zur Medientechnik.

Mittelfristig solle zudem die Fassade saniert werden – inklusive Wärmedämmung. Spätestens dann sollen auch die anachronistischen Schriftzüge Christian-Morgenstern-Schule und Realschule am Gebäude verschwinden. Allein im vergangenen Jahr habe der Landkreis knapp eine Million Euro in Heizungstechnik, Brandschutz und Schwimmhalle investiert, in diesem Jahr fast eine halbe Million in die Dacherneuerung der Sporthalle und LED-Beleuchtung.

Zerstreuen muss Riethig allerdings die Hoffnung von Eltern, Kollegium und Schulleitung auf eine gymnasiale Oberstufe. Eine entsprechende Resolution der CDU, die von Flecken- und Samtgemeinderat gebilligt wurde, hatte im Frühjahr zu kontroversen Diskussionen geführt.

Auch nach der Kreisfusion werde es vorerst keine gymnasiale Oberstufe an der KGS geben, sagt Riethig und verweist auf Schülerzahlprogosen sowie die Gruppenvereinbarung von SPD, Grünen und Freien Wählern: „Kurzfristig sollen keine Schulbezirke verändert werden.“

Von der Diskussion in Göttingen über Anmeldemodalitäten für die Integrierten Gesamtschulen sei die KGS nicht betroffen, bestätigt Fellbrich. Probleme gebe es lediglich beim Schülertransport mit den Busverbindungen nach Seeburg und Seulingen. Die KGS wird auch von einigen Schülern aus Duderstadt und aus der zum Schulbezirk Göttingen zählenden Samtgemeinde Radolfshausen besucht.

Aufbau abgeschlossen
Im Juni ist an der KGS, die sukzessive die Haupt- und Realschule in Gieboldehausen ersetzt hat, der erste zehnte Jahrgang entlassen worden. 60 Prozent der 115 Abgänger hätten die Schule mit einem erweiterten Sekundarabschluss verlassen, sagt Schulleiter Dr. Guido Fellbrich. Zurzeit hat die Schule 706 Schüler in 36 Klassenverbänden. In nahezu allen Jahrgängen wurden wieder jeweils eine Hauptschul-, zwei Gymnasial- und drei Realschulklassen gebildet. Mehr als die Hälfte der rund 70 Lehrer sind Gymnasiallehrer. Die KGS ist Schwerpunktschule für Inklusion im körperlich-motorischen Bereich und offene Ganztagsschule, in diesem Schuljahr erstmals auch mit Italienisch-Angebot. Bundesweit hätten Schüler vordere Plätze bei Wettbewerben erzielt, die Durchlässigkeit zwischen den Schulzweigen sei hoch, sagt Fellbrich. ku
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