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Sorge um Möbelmärkte in Gieboldehausen

Wegen Göttinger Einrichtungshäusern Sorge um Möbelmärkte in Gieboldehausen

In einer Resolution fordert die Samtgemeinde Gieboldehausen, die Größenordnung der im Bereich des Göttinger Kaufparks geplanten Möbelfachmärkte zu reduzieren. Dahinter steckt die Sorge um die Auswirkungen auf die in Gieboldehausen ansässigen Unternehmen Eichsfelder Möbelcenter und Möbel-Grobecker.

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Ein XXXL-Möbelhaus soll bald in Göttingen entstehen.

Quelle: EF

Gieboldehausen. Die Stadt Göttingen  beabsichtigt, ein XXXL-Einrichtungshaus und einen Poco-Einrichtungsmarkt mit einer Verkaufsfläche von 33 000 Quadratmetern anzusiedeln – davon 3300 Quadratmeter für Randsortimente von Haushaltswaren bis Elektrogeräten. Für das Möbelangebot des Grundzentrums Gieboldehausen würde sich dadurch laut Auswirkungsanalyse der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung ein Umverteilungsverlust von mehr als 20 Prozent zugunsten des Oberzentrums Göttingen ergeben. Auf Dauer sei damit ein Verlust des Angebotes in Gieboldehausen zu befürchten, heißt es in der Begründung der vom Finanzausschuss einstimmig beschlossenen Resolution von Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU). Im Ausschuss fand Dornieden noch deutlichere Worte: „Der ländliche Bereich darf nicht darauf reduziert werden, für das Oberzentrum mangels Fläche und Räumlichkeiten Windkraftanlagen anzusiedeln und Flüchtlinge aufzunehmen.“ Die Samtgemeinde-Politiker sind sich einig in ihrer Forderung nach Korrekturen des Raumordnungsprogramms des Landes. Kritisch angemerkt wurde auch, dass für zentrenrelevante Randsortimente die Grenze in Gieboldehausen bei 800 Quadratmetern liege. Für die XXXL-Markt-Investoren in Göttingen liegt die Schmerzgrenze bei einer Reduzierung der Randsortiment-Fläche auf 2000 Quadratmeter.

Entscheidend für die Samtgemeinde-Resolution ist aber das Möbelsegment. Die Resolution richte sich nicht gegen das Ansiedlungsvorhaben an sich, aber gegen dessen Dimension, betont Dornieden. Die Entscheidungsträger der Stadt Göttingen fordert sie auf, ein verträgliches Konzept zu erarbeiten, um die Verdrängungswirkungen auf weniger als zehn Prozent zu reduzieren.

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