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Sparkurs: Hahlestadion wuchert zu

Sportverein Eintracht Sparkurs: Hahlestadion wuchert zu

Der Flecken muss sparen, das Hahlestadion wächst zu. Der Vorstand des Sportvereins Eintracht moniert, dass das gemeindeeigene Sportgelände nicht mehr vom Bauhof gemäht und gepflegt wird.

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Der Fußballplatz in Gieboldehausen verwildert zusehends.

Quelle: r

Gieboldehausen. Nur der mit Flutlicht ausgestattete A-Platz werde noch gemäht, allerdings stark eingeschränkt, sagt SV-Vorsitzender Ingo Siebert. Eine Stunde pro Woche reiche dafür kaum aus: „Und was liegenbleibt, muss von Vereinsmitgliedern abgeharkt werden.“ Auch der ehemalige Vereinsvorsitzende Gerhard Nickel ist verstimmt. Der B-Platz, der alte Jugendplatz, Nebenflächen und Bikerpark würden zusehends zuwuchern.

Nur noch ein Platz nutzbar

„Der SV Eintracht wird im Stich gelassen und soll die Flächen selbst mähen.“ Zurzeit sehe sich der Verein nicht in der Lage, die Arbeiten zu übernehmen, sagt Siebert - mangels eigenen Aufsitzmähers und auch personell nicht. Der alte Jugendplatz werde zwar kaum noch genutzt, für das Training könne aber nur noch der A- und nicht mehr der B-Platz genutzt werden.

Die Kicker der Eintracht spielen unter erschwerten Bedingungen.

Quelle: r

Nickel merkt an, dass der Verein auf das Gelände an der Hahle angewiesen sei, während andere Vereine unentgeltlich Schulsporthallen und -gelände nutzen könnten. Zudem beklagt er, dass auch andere Grünflächen im Ort nicht mehr gemäht und Brunnen trockengelegt würden. Die Nachwuchsarbeit im Sportverein leide unter dem Sparkurs, das Jugendhaus stehe zum Verkauf: „Für Kinder und Jugendliche wird hier nichts mehr vorgehalten.“

Verzicht auf freiwillige Leistungen

Um handlungsfähig zu bleiben, musste die Gemeinde ein Sicherungskonzept zur Etatkonsolidierung aufstellen. Dabei hat die Mehrheitsgruppe Freie Wähler GfG/SPD/Grüne eine Wiederbesetzungssperre und Arbeitsreduzierung für den Bauhof durchgesetzt. Auf freiwillige Leistungen von der Sportplatzpflege bis zur Weihnachtsbeleuchtung soll verzichtet, der Aufwand für die Grünflächenpflege halbiert werden.

Vor dem Kreispokal-Halbfinale am Freitag hat Bürgermeisterin Maria Bock (CDU) interveniert und einmalig Flächen am Sportplatz mähen lassen. „Ich war entsetzt, wie das Gelände aussieht“, sagt Bock: „Der Sportverein muss sich jetzt bewegen, wir müssen eine gemeinsame Lösung finden.“

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