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Jubiläum in Gieboldehausen

Spielmannszug feiert 50-jähriges Bestehen Jubiläum in Gieboldehausen

Wenn im "Bienenhaus" in Gieboldehausen melodiöse Töne erklingen, dann ist nicht das Flügelschlagen von Insekten der Grund. In dem Flachbau zwischen Schießständen und Niedersachsenhof proben die schwarz-gelb gekleideten Mitglieder des Spielmannszuges Gieboldehausen, der 50-jähriges Bestehen feiert.

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Mitglieder des Spielmannszuges Gieboldehausen bei der Probe.

Quelle: Bänsch

Gieboldehausen. "Die immer lacht" von Tanja Lasch, ein Medley aus Hits der Popgruppe Abba oder der Kult-Hit "Firework" von Katy Perry: Das sind einige der Musikkompositionen, die das Ensemble beim großen Festumzug  am Sonntag, 12. August, in Gieboldehausen spielen will. Die Gruppe ist genau wie der ebenfalls 50 Jahre alte Fanfarenzug eine Sparte der Schützenbruderschaft Sankt Sebastian, die ihr 475-jähriges Bestehen von  Donnerstag, 10. Augustbis Montag, 14. August begeht.

"Wir haben uns vom klassischen in einen modernen Spielmannszug gewandelt", sagt Jürgen Kopp, Geschäftsführer des 68 Mitglieder zählenden Zuges. Dies spiegele die Ausstattung mit Instrumenten wieder. In früheren Zeiten hätte Pauken, Trompeten und Flöten dazu  gezählt, mittlerweile gehörten unter anderem auch Bariton, Lyra und Marimba dazu. 
Ein Meilenstein in der Geschichte des Musikzuges sei der Wandel vom "freien Hörspiel" zum Notenspiel gewesen. "Der Sound hat sich gewandelt, durch die Noten können wir mehrstimmiger und einprägsamer spielen", erklärt Kopp und fügt hinzu: "Abba hätte man vorher gar nicht üben können".

Die 25 Aktiven würden rund 45 Auftritte im Jahr absolvieren. "Anfragen haben wir noch mehr, aber viele jungen Familien möchten auch mal am Wochenende zu Hause sein", begründet der 61-Jährige, warum die Gruppe die Zahl ihrer Auftritte etwas reduziert habe. Das Repertoire reiche vom alten Marsch bis zum neuen Musical. Jedes Jahr kämen zwei oder drei neue Titel hinzu, die zumeist von jungen Mitgliedern vorgeschlagen würden.
Besonders in Erinnerung geblieben seien den Mitgliedern die Auftritte bei der Weltausstellung Expo in Hannover und bei den Schützenausmärschen während des weltweit größten Schützenfestes in der niedersächsischen Landeshauptstadt. "Wir würden gerne noch einmal in Spanien oder im Euro-Disnesyland in Paris auftreten", sagt der Gieboldehäuser und verweist darauf, dass die Mitglieder auch schauspielerisches Talent hätten. Für die Inszenierungen von Stücken wie "Peterchens Mondfahrt" oder "Der Zauberer von Oz" habe es viel Beifall in Gieboldehausen gegeben.

Die Möglichkeit zu generationenübergreifenden Kontakten machen für Andrea Fahlbusch einen besonderen Reiz des Spielmannszuges aus. "Uns hält es jung und die Jüngeren lernen durch uns, dass man Verantwortung gegenüber Älteren übernehmen und dass man bei der Stange bleiben muss."
"Meine Mutter hatte mir den Tipp gegeben, mal zum Spielmannszug zu gehen", sagt mit dem achtjährigen Ben Heinrichs das jüngste Mitglied. Er habe an einer Übungsstunde teilgenommen, was ihm viel Freude bereitet habe, seitdem sei er Beckenspieler. Sein Lieblingsstück spiegele nicht seine Einstellung beim Spielmannszug wider. Es ist Peter Wackels Hit "Scheiß drauf".

Zu den meisten der 14 Musikzüge, die "ausschließlich auf Freundschaftsbasis zum Spielmannszug Gieboldehausen am Festumzug teilnehmen", habe die Gruppe ein "tolles Verhältnis", betont Geschäftsführer Kopp. Die Umzugsteilnehmer setzen sich  um 13 Uhr in der Bahnhofstraße und  Neuen Straße in Bewegung, ziehen durch den Flecken zum Festzelt, wo die teilnehmenden Gruppen noch einmal einzeln spielen. Wer Interesse habe, könne jeweils freitags unverbindlich  ab 19 Uhr zu einer Probe ins "Bienenhaus" kommen. art     

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