Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Streit um Zufahrt für Windradstandort

Windenergie Streit um Zufahrt für Windradstandort

Für die erste der acht Anlagen, die die UKA GmbH (Umweltgerechte Kraftanlagen) im Umfeld des Höherbergs beantragt hat, liegt die Genehmigung vor. Das Rostocker Unternehmen will im September mit Wegearbeiten für den Standort in der Nähe von Bodensee beginnen.

Voriger Artikel
Kollision bei Überholmanöver
Nächster Artikel
Wahlstart in der Samtgemeinde Gieboldehausen

In der Nähe der vorhandenen Windräder am Höherberg sollen jetzt acht weitere Anlagen gebaut werden.

Quelle: Baensch

Bodensee. Unternehmenssprecherin Julia Wölfer geht davon aus, dass voraussichtlich im Oktober das Fundament gelegt, die Anlage des Herstellers Vestas mit einer Nennleistung von 3,3 Megawatt und 200 Metern Gesamthöhe dann im November aufgebaut wird und bis zum Jahresende in Betrieb geht. Bis zum Jahresende erwartet Wölfer vom Landkreis Göttingen auch die Bescheide für die noch laufenden Genehmigungsverfahren - und geht von Bewilligungen aus. Wegen eines auf einer isolierten Dreiecksfläche zwischen Bodensee und Bilshausen geplanten Windrads gibt es noch Streit um das Wege- und Leitungsrecht mit der Göttinger Energie Management Agentur (EMA), die drei der vier vorhandenen Windräder im Höherberg-Bereich betreibt. Die UKA hat den Klageweg beschritten, weil die EMA ihr das Wegerecht verwehrt hat. Für die acht geplanten Anlagen, die abschnittsweise gebaut werden sollen, will die UKA rund 35 Millionen Euro investieren. Die Standorte sind östlich und nordöstlich der Wallfahrtskapelle Höherberg auf die Gemarkungen Gieboldehausen, Bodensee, Wollbrandshausen und Bilshausen verteilt.

Warnlicht am Flügel nur bei Bedarf

Die UKA stehe weiterhin zu ihren Zusagen für eine bedarfsgerechte Lichtsteuerung der Anlagen und die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung, sagt Wölfer. Falls fünf Windenergieanlagen in Betrieb gehen, werde das finanzielle Beteiligungsmodell UKA-Bürgerwind angeboten, bei acht Windrädern die bedarfsgerechte Befeuerung. Wegen des Passivradars, das das nächtliche rote Dauerblinken unterbinden kann, stehe die UKA bereits im Austausch mit dem Luftfahrtsamt und in Verhandlungen mit Anbietern. „Noch ist das System, das sich erst ab acht Windrädern rentieren würde, neu und relativ teuer“, sagt Wölfer, geht aber davon aus, dass die Preise mit weiteren Investitionen sinken werden. Wölfer schließt nicht aus, dass wegen der langen Dauer der Genehmigungsverfahren im Nachverfahren auch neue Windradmodelle mit 220 Metern Gesamthöhe zum Tragen kommen können.

Zwischen Gieboldehausen und Bodensee wird nicht nur in die Höhe investiert. Im Zuge der Flurbereinigung hat die Samtgemeinde mit dem Ausbau des Verbindungsweges samt Umlegung und Begradigung begonnen. Ein zweiter Abschnitt soll folgen, wenn im Bereich des sogenannten Werxhäuser Berges neue Windräder stehen - laut Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) voraussichtlich im Frühjahr.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Dachstuhlbrand in der Göttinger Innenstadt