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Stützpunkt-Feuerwehr zieht in Grundschule

Bilshäuser Feuerwehr Stützpunkt-Feuerwehr zieht in Grundschule

Die Freiwillige Feuerwehr bekommt ein neues Quartier. An die Bilshäuser Grundschule soll eine Fahrzeughalle angebaut, ansonsten Räume im Schulgebäude geschaffen werden.

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Plan für den Umbau des Feuerwehrhauses in Bilshausen.

Quelle: EF

Bilshausen. Kritik und Sicherheitsbedenken aus Reihen der Feuerwehr gibt es am Fehlen ebenerdiger Umkleideräume.

Wegen des Finanzrahmens für die Feuerwehr-Bauprojekte in Wollbrandshausen und Bilshausen haben im Samtgemeinderat der Bilshäuser Thomas Wüstefeld (Freie Wähler) und der Wollbrandshäuser Friedhelm Döring (SPD) gegen den Etatplan gestimmt. Die Bilshäuser CDU-Ratsmitglieder Anne-Marie Kreis und Georg Engelhardt enthielten sich.

Streitpunkt in Bilshausen sind die Stufen zu den Umkleideräumen - sowohl am Treppenaufgang zur Schule als auch zwischen Schulgebäude und Halle. Architekt Gregor Bringmann verweist auf rutschfeste und frostsichere Stufen, Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) auf viele Gespräche mit der Feuerwehr seit Kündigung ihrer Unterkunft wegen Eigenbedarfs durch die Gemeinde Bilshausen. „Wir haben mehrere Möglichkeiten durchgespielt“, sagt Dornieden. Mit einer Investitionssumme in Höhe von 490 000 Euro zuzüglich 15 000 Euro für die Entlüftungsanlage habe sich die Samtgemeinde bei Nutzung einer eigenen Liegenschaft auf das Notwendige beschränkt. Die „schlanke Lösung“ werde auch von der Feuerwehr-Unfallkasse akzeptiert. Die von Georg Engelhardt (CDU) beantragten ebenerdigen Umkleidemöglichkeiten würden zu 56 200 Euro Mehrkosten führen.

Bedenken wegen der Vereinbarkeit von Schul- und Feuerwehrbetrieb gab es seitens der Eltern. Die hätten aber zerstreut werden können, sagt Dornieden. Es gebe keinerlei Gefährdung für die Kinder, zu Schulzeiten im Schnitt einen Einsatz pro Monat, das Schulgebäude trenne die Fahrzeughalle mit Ausfahrt zur Rosenstraße und den Schulhof. Dornieden sieht durch die Ansiedlung der Stützpunktwehr an der Schule sogar eine Ergänzung für den Sachunterricht und einen Beitrag zur Nachwuchswerbung. Auch Schulleiter Peter Moneke vertraut auf „eine vernünftige Lösung der Entscheidungsträger“. Der Schulbetrieb werde wenig bis gar nicht gestört, der Ausbau solle in den Sommerferien erfolgen, der Feuerwehrbetrieb werde getrennt von den Wegen, die die Kinder gehen.

Die neue Fahrzeughalle mit Ziegel-Pultdach und Fensterbändern wird als offener Funktionsbau mit sichtbarer Technik errichtet. Die zwei Stellplätze dort werden ergänzt durch eine Garage für einen Anhänger. Sozial-, Funktions- und Abstellräume werden im Erdgeschoss, Keller und Obergeschoss des Schulgebäudes angesiedelt. Das hat energetisch Neubauniveau und eine Pellet-Heizung. Für die Neuordnung von Räumen müssen lediglich Leichtbauwände eingezogen werden. Im Obergeschoss sind Gemeinschaftsraum, Küche, Duschbereiche und Toiletten eingeplant, im Erdgeschoss ein Raum für die Jugendfeuerwehr und ein Verbindungstrakt zur Fahrzeughalle mit Schmutzschleuse und WC.

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Von Redakteur Kuno Mahnkopf

Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016