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Unerreichbarkeit der Ideale

Magersucht, Bulimie und Selbstverletzung Unerreichbarkeit der Ideale

Essstörungen und andere Formen der Selbstverletzung sind Thema des Theaterstücks „Püppchen“ gewesen. Das Präventionsprojekt des Art-Ensemble-Theaters aus Bochum wurde mit den achten Jahrgängen der KGS Gieboldehausen durchgeführt. Nach der Aufführung gab es eine Nachbearbeitung des Themas.

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Quelle: Arne Bänsch

Gieboldehausen. Wie geraten Jugendliche in die Spirale von Erfolgsdruck, Minderwertigkeitsgefühlen und veränderter Selbstwahrnehmung bis hin zum Malträtieren des eigenen Körpers? Das Stück „Püppchen“ fasst genau diese Aspekte zusammen: Die Freundinnen Shirin und Lena wünschen sich, so schlank und hübsch zu sein wie die Stars in den Musik- und Modezeitschriften. Der kritische Blick auf den eigenen Körper scheint jedoch den fernen Idealen nicht standzuhalten. Shirins Welt dreht sich bald nur noch um Kalorien und deren Verbrauch durch exzentrischen Sport. Lena pendelt zwischen Fressattacken und Erbrechen. Beide Mädchen reagieren aggressiv auf Freunde und Familie, wenn das Thema Essen im Raum steht. Und beide beginnen zunehmend, sich selbst und ihren Körper zu hassen. Shirins Aussage „Ich hab´s im Griff. Ich kann ja aufhören, wenn ich will“ zeigt Parallelen zu anderen Suchterkrankungen und Formen der Selbstzerstörung. Lena erträgt ihre Probleme schließlich nicht mehr und findet den Mut, zum Vertrauenslehrer zu gehen, der ihr weiterhilft.

„Sowohl das Theaterteam als auch das Beratungsteam der KGS bieten Möglichkeiten zur Nachbearbeitung und zu Gesprächen“, erklärte Schulsozialpädagogin Gabi Müller. Im Vorfeld hatte die Schulpsychologin Adelheid Kurth Weiterbildung für die Lehrer angeboten, damit sie ihren Schülern bei Bedarf fundierte Hilfe bieten könnten. Die Schauspieler des Art-Ensemble-Theaters haben nach der Aufführung Möglichkeiten für Gesprächsrunden für die Schüler angeboten.

„Wir haben das Ensemble zu uns eingeladen, um den Schülern zu zeigen wie wichtig es ist, eigene Stärken zu entdecken und damit umzugehen. Sie sollen lernen, auch in Krisensituationen einen gesunden Umgang mit sich selbst zu finden“, sagte Müller. Weiterhin sollte über das Stück gezeigt werden, dass es hilfreich sei, bei Problemen mit Vertrauenspersonen zu reden und sich Hilfe zu suchen.

Unterstützt wurde die Aufführung vom Kinder- und Jugendbüro des Landkreises Göttingen und der Jugendberufshilfe.

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