Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Malzige Spezialität aus dem Harz

Verkostung von Brot- und Fruchtaufstrichen Malzige Spezialität aus dem Harz

Neue geschmackliche Erfahrungen haben am Dienstag mehr als zwanzig Besucher im Kaminzimmer des Schlosses gesammelt. Auf Einladung des Senioren-Helferkreises Gieboldehausen kosteten sie Brot- und Fruchtaufstriche aus Gerstenmalz, kreiert und vorgestellt von Steffi Tomljanovic.

Voriger Artikel
Vandalen wüten auf Schulhof und in Schwimmhalle
Nächster Artikel
Erster Martinsumzug in Gieboldehausen

Senioren testen im Kaminzimmer des Gieboldehäuser Schlosses die Brot- und Fruchtaufstriche aus einer kleinen Manufaktur im Harz.

Quelle: Harald Wenzel

Gieboldehausen. Angefangen habe alles mit einem Weingelee, erfuhren die Besucher. Das Mitbringsel aus dem Urlaub schmeckte der Familie von Tomljanovic nicht. Dies habe bei der 56-Jährigen den Wunsch geweckt, besser schmeckende Fruchtgelees herzustellen. Ein Zeitungsartikel ließ die Idee wachsen, Brotaufstriche mit Malz zu verfeinern.

Ihre vor zwölf Jahren im Raum Mansfeld im Südharz gegründete Manufaktur „Malzit“ brachte seitdem elf Sorten auf den Markt, sechs sind im überregionalen Handel erhältlich. Die Renner seien Holunder, Kaffee und Ingwer, berichtete die in Kölleda geborene Unternehmerin. Zu den weiteren Sorten gehörten unter anderem Hagebutte, Quitte, Holunderbeere und -blüte sowie Chili. Die zugehörigen Bezeichnungen hell oder dunkel machten deutlich, ob stark geröstetes und damit dunkles Malz oder helles Malz enthalten sei.

Die Grundlagen für ihre Arbeit erhält Tomljanovic aus einer kleinen Brauerei in der Magdeburger Börde, in der Braumalz ausgewaschen würde. Tomljanovic holt die so gewonnene Flüssigkeit, die Würze, in Fässern ab und verarbeitet sie weiter.

Gekocht werde so, „wie wenn man Marmelade oder Gelee kocht“, verdeutlichte der Gast. Gewürze und Fruchtanteile würden dazugegeben, bei einer Sorte werde die Flüssigkeit pur erhitzt und zu Gelee verarbeitet. Für den Fruchtanteil koche man Fruchtsaft in einem speziellen Dampfsaftverfahren.

„Wir verwenden keine Süßstoffe, keine Konservierungsmittel, keine Zuckerersatzstoffe und keine Aromen, also so wie die Natur das bringt, so schmeckt es“, erläuterte die Unternehmerin. Zwei Sorten hätten einen Zuckergehalt von nur 26 Prozent, was für ein Gelee „sehr, sehr wenig“, sei, die anderen Sorten hätten alle unter 40 Prozent. „Wir schaffen jetzt am Tag 200 Gläser zu kochen, dass ist alles Handarbeit“, betonte Tomljanovic.

Von den Besuchern gab es viel Lob für die malzigen Aufstriche aus dem Harz. Man schmeckt die Natur“, meinte Artur Donat. Der „herzhafte Geschmack“ sei das Besondere, so der Gieboldehäuser. „Mir hat es sehr gut geschmeckt“, betonte Wolfgang Rieche. Auch die Konsistenz sei „prima“, die Marmelade „rutscht einem nicht gleich vom Brot“. „Es ist nicht so süß wie man es sonst von Marmelade kennt, durch das Malz steht die Frucht mehr im Vordergrund“, lautete der Eindruck von Angelika Rohland.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“