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Vertiefung des Glaubens

Pfarrer Markus Grabowski Vertiefung des Glaubens

Dem „heiligsten Herzen Jesu“ will sich die Rhumspringer Pfarrei St. Sebastian am Freitag, 3. Juni, um 18.30 Uhr während einer Messe in Langenhagen weihen. Das hat der Pfarrgemeinderat auf Anregung von Pfarrer Markus Grabowski beschlossen. In der Gemeinde stößt das Vorhaben auf geteiltes Echo.

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Pfarrer Markus Grabowski

Quelle: Swen Pförtner

Langenhagen. „Manche finden die früher in Deutschland weit verbreitete Herz-Jesu-Frömmigkeit, die nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil einem mehr rationalen, nüchternen Glauben Platz gemacht hat, gestrig und kitschig“, berichtet der Pfarrer. Er bekomme aber auch „positives Echo“.

Herz-Jesu-Freitag

Die älteren Eichsfelder würden diese Art der „Glaubensvertiefung“ noch aus ihrer Jugend kennen. In seiner Pfarrei werde bis heute am ersten Freitag im Monat, dem Herz-Jesu-Freitag, eine Messe gefeiert.

In drei Kirchen der Rhumspringer Gemeinde stehen Herz-Jesus-Statuen: in Brochthausen, Fuhrbach und Rüdershausen. Die für ihre Verehrung geschaffenen Seitenaltäre sind jedoch nach dem Konzil Ende der 60er-Jahre beseitigt worden. Bei den Statuen weist Jesus mit der linken Hand auf sein offenliegendes Herz. Die rechte Hand hat er segnend erhoben.

„Das Herz ist der Sitz aller Gesinnungen und Motivationen unseres Herren“, erläutert der Pfarrer. Die Verehrung habe in der katholischen Kirche eine jahrhundertelange Tradition. Verschiedene Orden wie die Zisterzienser, Jesuiten und Salesianer hätten sie gepflegt. Ihren Durchbruch habe diese Form der Volksfrömmigkeit Ende des 17. Jahrhunderts mit den Visionen der französischen Nonne Margareta Maria Alacoque erfahren.

Einladung an die Gemeinde

„Papst Leo XIII. hat 1899 die ganze Welt dem heiligsten Herzen Jesu geweiht, die deutschen Bischöfe 1915 nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs Deutschland“, sagt Grabowski. Im heiligen Jahr der göttlichen Barmherzigkeit, das der Papst 2015 ausgerufen habe, werde das nun seine Pfarrei tun. „Das ist eine freie Einladung an die Gemeinde“, betont der Geistliche.

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