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Obernfeld feiert den Storchennachwuchs

Viertes Storchenfest Obernfeld feiert den Storchennachwuchs

Storchenschutz im Eichsfeld hat sich der Obernfelder Waidmann Thomas Ehbrecht auf die Fahnen geschrieben. Um die gelungene Wiederansiedlung der Störche und den diesjährigen Vogel-Nachwuchs zu feiern, lädt er zum vierten Obernfelder Storchenfest am Sonntag, 16. Juli, ein.

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Quelle: Archiv

Obernfeld. Wie bereits in den Vorjahren wird auch das vierte Storchenfest ganz in der Nähe des Nestes stattfinden. An der Wiese an der Hahlestraße soll ab 14 Uhr mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsangebot der Storchennachwuchs gefeiert werden. Davon sollen vor allem die jungen Obernfelder profitieren. „Der Erlös des Festes soll für die Kinder und Jugendlichen im Ort Verwendung finden“, erklärt Ehbrecht, der mit dem Obernfelder Storchenteam das Fest vorbereitet.

Auf dem Programm stehen Planwagenfahrten rund um den Ort. Das Info-Mobil der Duderstädter Jägerschaft gibt Einblicke in die heimische Flora und Fauna,  und für die Jüngsten werden eine Hüpfburg und Kinderschminken angeboten. Bei Kaffee, Kuchen, Grillwaren und Getränken soll das ganze Dorf zusammenkommen, Storchenfreunde aus den Nachbarorten sind ebenfalls eingeladen. Natürlich gibt es auch Einblicke in die Entwicklung der Storchenansiedlung der vergangenen Jahre und einige interessante Infos über die großen Schreitvögel.

Die Storchenwiese gehört Ehbrecht, dort hat er mit Helfern im Jahr 2012 die Nisthilfe errichtet. 2014 wurde sie vom ersten Storchenpaar angenommen, und die Obernfelder freuten sich über den ersten Storchennachwuchs im Ort seit mehr als 60 Jahren. Seit den 1950-er Jahren hat sich im Strukturwandel der Landwirtschaft auch der Lebensraum der Weißstörche verändert. Feuchtbiotope wurden trockengelegt, und die Störche verschwanden aus dem Eichsfeld. Erst nach aufwändigen Renaturierungsmaßnahmen erweiterte sich auch wieder das Nahrungsangebot für die Weißstörche, und mit künstlichen Nisthilfen auf meterhohen Pfählen sollten den Tiere nicht nur in Obernfeld attraktive Plätze für ihre Horste präsentiert werden.

Die Rechnung ging auf. 2014 gab es drei Jungstörche in Obernfeld, 2015 zwei, 2016 sogar vier, und in diesem Jahr gab wieder drei Jungstörche. Auch in Lütgenhausen wurden drei Jungstörche vom Storchenbeauftragten Georg Fiedler beringt, in Wollershausen zwei und in Seulingen einer. Um sicher ans Nest zu kommen, half Landschaftsgärtner Lars Denecke mit seiner Hebebühne. Ein zweites Mal wurde Fiedler, der den Storchennachwuchs in ganz Südniedersachsen betreut, ins Eichsfeld gerufen, als auch Westerode Jungstörche auf dem Schornstein der alten Molkerei meldete. Da das Nest nur über eine Drehleiter zu erreichen war, rückte die Betriebsfeuerwehr der Firma Ottobock an. Statt der drei erwarteten Jungstörche entdeckte Fiedler sogar ein viertes Küken, das ebenfalls kräftig genug schien, um gute Überlebenschancen zu haben.

Ehbrecht und das Storchenteam haben inzwischen eine zweite Nisthilfe am Ortsausgang Richtung Mingerode errichtet. Auch da besteht Hoffnung, dass sie im kommenden Jahr von Storcheneltern angenommen wird.

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Von Redakteur Claudia Nachtwey

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