Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Vorstoß für KGS-Oberstufe in Gieboldehausen

Samtgemeinde-Resolution Vorstoß für KGS-Oberstufe in Gieboldehausen

Mit ihrem Antrag, an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Gieboldehausen ab dem Schuljahr 2017/2018 eine Oberstufe einzurichten, hat sich die CDU im Schulausschuss der Samtgemeinde durchgesetzt. Die SPD hält das für unrealistisch und stimmte dagegen.

Voriger Artikel
Lager verwandelt sich in Treffpunkt
Nächster Artikel
Zylinder, Juxscheiben und Tanzabende

Die Kooperative Gesamtschule (KGS) in Gieboldehausen.

Quelle: Richter

Gieboldehausen. Über das Für und Wider sowie den richtigen Zeitpunkt für eine KGS-Oberstufe diskutieren Eltern, Lehrer und Politiker schon lange, im Vorfeld der Kreisfusion mit wachsender Intensität. Die Oberstufe sei von den Eltern gewollt, ermögliche den Schülern einen Übergang ohne Schulwechsel, stärke das Grundzentrum Gieboldehausen und erhöhe den Reiz der gut funktionierenden Schule, meint Annegret Lange (CDU). Auf die Bremse tritt hingegen Reinhard Dierkes (SPD), der sich seit Jahrzehnten für Gesamtschulen stark macht. Zurzeit sieht er keine Chance für eine „gesunde Oberstufe“ an der KGS. Das verdeutlichten die Schülerzahlprognosen bis 2020. Dreizügigkeit wäre nicht ausreichend. Da die Samtgemeinde nicht zuständig sei, habe der CDU-Antrag allenfalls Resolutionscharakter.

Bangen um Oberschule Hattorf

Dierkes bangt auch um die „sehr eng aufgestellte“ Oberschule in Hattorf. Die von der CDU gewünschte Elternumfrage im Bereich Herzberg und Hattorf hält er für „ausgesprochen gefährlich“. Auch nach der Kreisfusion sollte nicht an bestehenden Schulbezirken und Strukturen gekratzt werden. Für sinnvoller erachtet Dierkes eine Kooperation mit dem Eichsfeld-Gymnasium Duderstadt (EGD) - solange sich die Schülerzahlen nicht gravierend verändern. Auch Theo Sommer (Freie Wähler GfG) hält eine KGS-Oberstufe für richtig, spricht aber von einem „Antrag zur Unzeit“.

Mit der Kreisfusion öffnen sich neue Möglichkeiten

„Wenn sich der neue Landkreis in eine andere Richtung bewegt, kann es zu spät sein“, meint hingegen Anne-Marie Kreis (CDU). Lange gibt die Dauer von Entscheidungen in der Schulpolitik zu bedenken, ebenso die Unklarheit über Flüchtlingskinder und Entscheidungen in anderen Orten: „Wir sollten uns nicht zu stark an Duderstadt ausrichten.“ Mit der Kreisfusion öffneten sich neue Möglichkeiten auch für Schuleinzugsbereiche, meint Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU). Eltern und Schülern aus Hattorf, Wulften und Herzberg böte sich in Gieboldehausen eine Alternative zur KGS Bad Lauterberg, eine Elternumfrage sei als Orientierungshilfe sinnvoll. Zurzeit wechselten die meisten Gieboldehäuser KGS-Schüler an Göttinger Oberstufen.

Potenzial der Schule

In der Einwohnerfragestunde des Ausschusses wurde mehrfach der Elternwille für die Oberstufe betont, bei Kooperation mit dem EGD wäre die KGS nur Zulieferer. KGS-Leiter Dr. Guido Fellbrich gab pädaogische Aspekte zu bedenken und verwies auf das Potenzial der Schule, die künftig im Herzen des neuen Landkreises liege.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis