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Wappen aus der Versenkung geholt

Mosaik am Rathaus Wappen aus der Versenkung geholt

Zur Gebietsreform vor mehr als vier Dekaden ist das Wappen für die Samtgemeinde Gieboldehausen entworfen worden, am Tag der Kreisfusion feierte die gewichtige Mosaik-Variante des Wappens ein Comeback am Rathaus. „Das war allerdings Zufall“, sagt Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU).

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Das neue Wappen.

Quelle: Christina Hinzmann

Gieboldehausen. Am Dienstag wurde das 180 Kilogramm schwere Mosaikwappen in den Metallrahmen an der mit silbergrauen Aluminiumplatten behängten Stützmauer neben dem Rathauseingang eingepasst, am Mittwoch hat es eine Schutzverglasung bekommen. Dornieden freut sich, dass mit der Umgestaltung des Vorplatzes jetzt die Modernisierung des Rathauses abgerundet und abgeschlossen wird. Vor der Mauer soll noch ein erhöhtes Pflanzbeet mit einer Holzlamellenbank angelegt, die zur Kirche führende Außentreppenanlage ausgebessert werden. Dann fehlt nur noch ein barrierefreier Zugang zum Sitzungssaal im Dachgeschoss vom Kirchplatz aus. Der ist nach wie vor ungeklärt, wurde aber als Projektidee in das Intergrierte Entwicklungsprojekt (IEK) der Samtgemeinde aufgenommen, das auf das Förderprogramm für kleinere und mittlere Städte und Gemeinden abzielt.

Das Mosaikwappen mit Madonna, Kurmainzer Rad, stilisiertem Niedersachsen-Giebel und zwölf die Mitgliedsgemeinden symbolisierenden Nägelköpfen, das jetzt als Retro-Element den farbigen Dämmputz der Rathausfassade ergänzt, hat eine bewegte Geschichte. Um die Integration der Muttergottes statt des alten Amtssiegels gab es einen erbitterten Streit, die Fürsprecher des Gnadenbildes aus der Wallfahrtskirche Germershausen setzten sich durch. 1975 wurde das vom damaligen Duderstädter Museumsdirektor Herbert Blaschke gestaltete Wappen an der Fassade des zur Gebietsreform errichteten Gieboldehäuser Rathauses angebracht. Vor sieben Jahren wurde es wieder abgenommen, von der Firma Fliesen-Diederich restauriert, aufgrund von Statik-Problemen aber nicht wieder an der Fassade neben dem Rathauseingang aufgehängt. Zuschüsse für die Restaurierung gab es von Sparkasse, Eichsfelder Wirtschaftsbetrieben und Harz Energie. Dann verschwand das 2,20 Meter hohe und 1,80 breite Wappen in der Versenkung. Jahrelang wurde es in den inzwischen zur Arztpraxis ausgebauten ehemaligen Posträumen am Rathaus, beim Bauhof und im Abstellraum einer Schule zwischengelagert - bis sich im Zuge der Rathaussanierung die jetzige Lösung abzeichnete.

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