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Wie im Wohnzimmer

Rocktail spielen im Gieboldehäuser Schloss Wie im Wohnzimmer

Dreiviertel eigene Songs, ein Viertel gecovert - das sind die Zutaten, die Rocktail am Sonnabend in ihren Drink gegeben haben. Das Ergebnis waren 100 Prozent Applaus. Dem Publikum im Gieboldehäuser Schloss hat der Mix aus softem Deutschrock und beschwingten Oldies in Wohnzimmeratmosphäre jedenfalls gefallen.

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Der Mann mit der rauchigen Stimme: Roland Hörnlein.

Quelle: ne

Gieboldehausen. Ohne ihr sechstes Band-Mitglied Janine Kellner sind Rocktail im Schloss zu Gast. Ein bisschen lassen die Musiker die erkrankte Sängerin aber doch dabei sein. "Janine hätte das jetzt auf Deutsch gesungen", kündigen sie beispielsweise "The Joker" an - und bringen den Klassiker der Steve Miller Band auf Englisch. Die Zuhörer finden's gut und unterstützen kräftig mitklatschend.

Auch bei den eigenen Songs der Band sind die Gäste voll dabei, und auch dann, wenn die Musiker flotte Sprüche bringen. "Liebeslieder können wir auch", verspricht die Band und will zum Schunkeln und Schmusen animieren - doch bevor es zu kitschig wird, kommt schnell ein Einwurf: Soll da nicht gerade so ein Virus im Umlauf sein?

Tatsächlich, Liebeslieder können Rocktail auch. Welche mit poetischen Texten und schnörkeligen Keybordmelodien von Ulli Hobrecht, mit dem sanftem Schlagzeug Martin Beckers und mit einer rauchigen Stimme, die so schön Geschichten erzählen kann, der von Roland Hörnlein. Und welche aus der Feder von Ulla Meinecke. "Feuer unterm Eis" hört man nicht oft von Coverbands. "Janine wäre stolz auf uns", klingt es von der Bühne. Wäre sie bestimmt, im Publikum wird jedenfalls fleißig mit den Köpfen genickt. 

Rock'n'Roll geht auch. Bassist Matthias Schedhelm und Thorsten Kochs Gitarre machen dann noch mal ein wenig mehr Spaß als bei den übrigen Stücken: Tippende Fußspitzen und klatschende Hände in den Stuhlreihen sind der. Beweis. Und so wie die Band den Liebeslieder-Kitsch-Faktor runterschraubt, nimmt sie nach getanem Job die Euphorie aus dem Rock: "Dann hätten wir auch Elvis abgehakt", heißt es trocken von der Bühne herab.

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