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Gemeindehaus auf eigene Rechnung

Keine Unterstützung Gemeindehaus auf eigene Rechnung

Keinen Cent zahlt der Kirchenkreis Harzer Land den Wollershäuser Lutheranern für den Unterhalt ihres Gemeindehauses. So bewirtschaften die 350 Christen das Fachwerkhaus aus dem Jahr 1774 seit elf Jahren auf eigene Rechnung. Bisher läuft alles gut. Teure Sanierungen standen noch nicht an.

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Kritisieren den Kirchenkreis: Pastor Jens-Arne Edelmann und Kirchenvorstand Sylvia Tusche.

Quelle: mic

Wollershausen. Das Haus der Begegnung, wie die Lutheraner aus Wollershausen und dem Nachbarort Lütgenhausen ihr Gemeindehaus nennen, steht mitten im Ort zwischen Marienkirche und dem Schloss. Mit viel Eigenleistungen halten es die Gläubigen in Schuss, nehmen Malerarbeiten vor oder schleifen das Parkett ab. Sie arbeiten die Mängelliste ab, die die Kirchenkreisarchitektin regelmäßig aktualisiert.

Gut besuchte Gottesdienste

„Die Bindung an die Kirche ist im Dorf noch groß“, berichtet Sylvia Tusche vom Kirchenvorstand. „Zu den Gottesdienst kommen im Schnitt 40 Personen, mit mehr als zehn Prozent der Gemeindemitglieder ist das in der evangelischen Kirche ein Spitzenwert“, sagt Pastor Jens-Arne Edelmann.

Um so mehr ärgert es den Geistlichen, dass der Kirchenkreis das Gemeindehaus im Gebäudebedarfsplan als „entbehrlich“ eingestuft hat. Das gelte seit 2005 und sei 2015 vom Kirchenkreistag, dem Kirchenparlament, noch einmal bestätigt worden. Städter könnten sich offenbar nicht vorstellen, was für eine Bedeutung ein Gemeindehaus auf dem Land habe.

Vereinsleben im Gemeindehaus

In Wollershausen treffen sich dort neben den Christen auch die Landfrauen, der Sportverein und eine Mutter-Kind-Gruppe. Die politische Gemeinde nutzt seit zehn Jahren ein Zimmer im Erdgeschoss als Jugendraum. Dort befand sich früher eine Bankfiliale. „Die Unterstützung des Orts beim Erhalt des Gebäudes ist groß“, sagt Edelmann.

Um das Fachwerkhaus zu unterhalten, sind die Lutheraner auf Miteinnahmen angewiesen. Es gibt eine Wohnung im ersten Stock. Die politische Gemeinde und die Vereine bezahlen für die Nutzung. Daneben gibt es Kollekten, freiwilliges Kirchgeld sowie Spenden. Dass die Lutheraner das Haus nicht verkaufen, sondern für die Gemeinde erhalten, findet der Superintendent des Kirchenkreises, Volkmar Keil, „hoch anerkennenswert“.

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